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Letzte Aktualisierung: 21.01.2021

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Das Neue Frankfurt im Dialog mit der Weißen Stadt Tel Aviv

von Ilse Romahn

(14.01.2021) Am Donnerstag, 14. Januar, um 19 Uhr, wird der Dialog der Partnerstädte Tel Aviv und Frankfurt am Main als Teil der digitalen Veranstaltungsreihe „Kontext, Kontrast, Kontinuität – Erhalt des kulturellen Erbes und Stadtentwicklung“ fortgesetzt. Thema sind diesmal Musterhäuser der Moderne, ausgehend vom Beispiel des Ernst May-Hauses in Frankfurt und des Max Liebling-Hauses in Tel Aviv.

Kulturdezernentin Ina Hartwig sagt: „Da die Moderne in ihrem Anspruch weit über Architektur hinausging, sind Musterhäuser der ideale Ort, um diese historische Epoche zu vermitteln. Im Ernst May-Haus werden die Wohnvorstellungen des Neuen Frankfurt über Architektur, zeitgenössische Möbel, Küche und Gebrauchsgegenstände zu einem authentischen Gesamtbild verbunden. Die vergleichende Perspektive zum Max Liebling-Haus als Musterhaus der Tel Aviver Moderne ist höchst vielversprechend und markiert einen Höhepunkt dieser spannenden Veranstaltungsreihe.“

Das Max Liebling-Haus, 1936 nach Entwürfen des Architekten Dov Karmi von Max und Tony Liebling erbaut, beherbergt seit kurzem das White City Center Tel Aviv, ein Zentrum für Denkmalschutz und Architektur. Das White City Center entstand 2019 aus einer israelisch-deutschen Initiative und unterstreicht so die gemeinsame historische und baukulturelle Bedeutung der Weißen Stadt. Das Ernst May-Haus in der Frankfurter Römerstadt, errichtet von 1927 bis 1928 von Carl Hermann Rudloff und Ernst May, steht beispielhaft für das umfassende Wohnungsbauprogramm des Neuen Frankfurt. Das kleine Einfamilien-Reihenhaus wurde liebevoll saniert und in den Zustand von 1929 rückgebaut, seit 2010 kann es besucht werden.

Die Architektin und Programmdirektorin des Max Liebling Haus Sharon Golan Yaron berichtet von ihrer kuratorischen Arbeit für das White City Center Tel Aviv und der Vorsitzende der ernst-may-gesellschaft Klaus Klemp, stellt das Ernst May-Haus sowie die Programmarbeit des Forum Neues Frankfurt vor. Sie werden die radikal unterschiedlichen kuratorischen Strategien hinter den beiden Häusern aufzeigen. Und die verschiedenen Ansätze des Storytelling in Baudenkmälern werden auch in der anschließenden Diskussion ausgelotet, die von Natascha Drabbe, Direktorin und Gründerin des Netzwerkes Iconic Houses, eröffnet wird.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Die Übertragung beginnt um 19 Uhr.

Teilnahme über Facebook unter http://www.facebook.com/architekturmuseum im Internet

Die Teilnahme über youtube ist unter Deutsches Architekturmuseum DAM – YouTube möglich. (ffm)