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Letzte Aktualisierung: 03.12.2020

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Das Mikrodepot in der Meisengasse in neuem Design

von Ilse Romahn

(19.11.2020) Seit dem Jahr 2017 betreibt der Paketdienstleister United Parcel Services (UPS) ein Mikrodepot in der Frankfurter Meisengasse. Dieses erstrahlt nun in neuem Design: Gemeinsam mit der House of Logistics & Mobility (HOLM) haben Stadt und UPS überlegt, wie man das Depot ansprechend und Frankfurt-typisch gestalten könnte. Das Depot ist nun nicht mehr in braun gehalten, sondern bunt foliert und zeigt die wichtigsten Wahrzeichen der Stadt.

UPS Mikrodepot
Foto: Stadt Frankfurt / HOLM
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Neben dem neuen Design sind vor allem die positiven Auswirkungen eines solchen Mikrodepots hervorzuheben. Das Mikrodepot ist im Rahmen des nun verlängerten Pilotprojekts Ausgangspunkt für die Auslieferung von Paketen mit Lastenfahrrädern. Es hat sich als umweltverträgliche Lösung für den städtischen Lieferverkehr in dem von hoher Empfängerdichte geprägten Gebiet der nördlichen Innenstadt bewiesen.

„Durch das Mikrodepot werden hier im Schnitt drei Fahrzeuge pro Tag eingespart. Das bedeutet nicht nur weniger Fahrzeuge, die in der Innenstadt fahren, sondern auch weniger Fahrzeuge, die in zweiter oder dritter Reihe stehen. Damit einher geht eine maßgebliche Einsparung an CO2-Emissionen“, erklärt Verkehrsdezernent Klaus Oesterling. So würden bei einer Arbeitsleistung von etwa 300 Tagen pro Fahrzeug im Jahr rund 25 Tonnen CO2 eingespart werden.

Frank Jorgensen, Director Operations South UPS Deutschland, ergänzt: „Dieses City Logistik Projekt in Frankfurt am Main wird erst durch die Unterstützung der Stadt möglich. Bereits 2012 haben wir in Hamburg begonnen, in der Innenstadt Pakete mit Hilfe von Lastenrädern zuzustellen. Mittlerweile konnten wir vergleichbare Projekte in über 30 Städten realisieren. Voraussetzung für diese nachhaltige Form der Paketzustellung sind Mikrodepots für die Zwischenlagerung. Das City Projekt in Frankfurt zeigt einmal mehr, dass nachhaltige Lösungen für die Innenstadt, die Emissionen und Verkehr reduzieren, durch eine konstruktive Zusammenarbeit möglich sind.“

Auch die Amtsleiterin des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE), Michaela C. Kraft, begrüßt das Projekt: „Wir haben die städtische Fläche gerne für dieses Pilotprojekt zur Verfügung gestellt. Schließlich wollen wir damit Erfahrungen für die Zukunft sammeln und das geht am besten in der Praxis.“

Michael Kadow, Geschäftsführer von HOLM, sagt: „Wir freuen uns, dass die Idee der Mikrodepots in Frankfurt eine Zukunft hat. Das zeigt, die Maßnahme funktioniert und ist durch ihre positiven Auswirkungen auf die CO2-Emissionen und den Verkehrsfluss ein Gewinn für die Stadtlogistik. Um für eine nachhaltige Akzeptanz bei den Bürgern zu sorgen, ist auch das visuelle Erscheinungsbild des Depots ein entscheidender Faktor. Mit der attraktiven Neugestaltung des Mikrodepots aus der Schmiede ‚DesignMeetsLogistik@HOLM‘ liegen nun alle Voraussetzungen vor, die Frankfurterinnen und Frankfurter für diese innovative Logistiklösung zu gewinnen.“

Grundsätzlich stehe die Errichtung von Mikrodepots im öffentlichen Raum auch immer anderen Nutzungsmöglichkeiten gegenüber, ein ansprechendes Design solle daher auch die Akzeptanz fördern. Die Frage über Mikrodepots im öffentlichen Raum soll im Prozess zu einem „Masterplan Mobilität & Verkehr“ grundsätzlich geklärt werden. (ffm)