Das Management von Frankfurts 573 Beteiligungen wird weiter professionalisiert
„Frankfurt am Main ist derzeit an 573 Gesellschaften beteiligt und besitzt damit das größte und umfangreichste Beteiligungswesen in Hessen und eines der komplexesten in ganz Deutschland. Vom international tätigen Flughafenbetreiber Fraport über die ebenso weltweit engagierte Messe Frankfurt, die Mainova als eines der größten kommunalen Energieunternehmen Deutschlands, den Entsorgungskonzern FES, die starke Wohnungsholding ABG und die Stadtwerke über die Wirtschaftsförderung und unsere Tourismus- und Congress GmbH, bis hin zur Kulturgesellschaft Bergen-Enkheim reicht ein Beteiligungsportfolio, das keine andere Stadt in unserem Land besitzt. Damit die Steuerung unserer zahlreichen Unternehmen professionell gelingt, Magistrat und Stadtverordnetenversammlung in den Gremien unserer Beteiligungen bestens gerüstet für ihre Entscheidungen sind und Transparenz über das Wirtschaften gewährleistet ist, braucht es auch in der Zukunft klare Standards. Deshalb schreiben wir unseren Public Corporate Governance Kodex fort, passen diesen den inzwischen veränderten Rahmenbedingungen an und nutzen auch unsere eigenen Erfahrungen, um die Beteiligungsunternehmen der Stadt weiterhin gut und professionell führen zu können“, sagte am Dienstag, 11. Mai, Bürgermeister und Beteiligungsdezernent Uwe Becker, der seit 2007 für die Beteiligungen Frankfurts verantwortlich ist.
„Im März 2010 hat die Stadt Frankfurt bereits zu einem recht frühen Zeitpunkt eine ,Richtlinie guter Unternehmensführung‘, den Public Corporate Governance Kodex, nach Beschluss der Stadtverordnetenversammlung eingeführt. Dieser Kodex schafft wichtige Standards für das effiziente Zusammenwirken aller Beteiligten, regelt den Informationsfluss zwischen den Beteiligungsunternehmen und der Stadt und verbessert damit das Beteiligungsmanagement. Zudem gewährleistet er die Kontrolle über die Ausrichtung der Unternehmen am Gemeinwohl, steigert die Transparenz und verbessert die Steuerungsmöglichkeiten durch die Stadt. Zusätzlich verbessert er die Kommunikation wichtiger Informationen gegenüber der interessierten Öffentlichkeit und stärkt den Wirtschaftsstandort Frankfurt am Main durch eine qualifizierte und einheitliche Ausrichtung der Leitungs- und Aufsichtsstrukturen in den Unternehmen. Alles in allem steht der PCGK für ein professionelles Beteiligungsmanagement, das bei einem solch komplexen Blumenstrauß an Unternehmen unverzichtbar ist“, führt Becker aus.
„So wie sich Gesetze, Rahmenbedingungen und Märkte ändern, so müssen auch wir als Anteilseigner zahlreicher Gesellschaften immer wieder Anpassungen an unseren eigenen Regelungen vornehmen. Dies ist mit der Fortschreibung des PCGK der Fall. Bei unseren 573 Gesellschaften sind wir an 43 Unternehmen mit mehr als 20 Prozent direkt beteiligt, an 25 davon mit Mehrheit. Alle übrigen Beteiligungen sind Tochter-, Enkel- und Großenkelgesellschaften, weshalb ich auch gerne von unserer ,Großfamilie Frankfurt‘ spreche, die gemeinsam mit unserer Kernverwaltung dafür sorgt, dass Frankfurt eine so attraktive und wirtschaftlich erfolgreiche Stadt ist. Nur, wenn wir auch künftig dafür sorgen, dass unsere Unternehmen erfolgreich wirtschaften können, werden sie auf Dauer in der Lage bleiben, die Daseinsvorsorge in unserer Stadt sicherzustellen. Bei einer Bilanzsumme von über 10 Milliarden Euro und einer Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von fast 16.000 Beschäftigten, muss auch in den Folgejahren der Geist der guten Unternehmensführung das Beteiligungsmanagement unserer Stadt bestimmen“, betonte der Beteiligungsdezernent. (ffm)
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