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Letzte Aktualisierung: 08.12.2021

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Das Graue Haus in Oestrich-Winkel wird „wachgeküsst“

Ein Ort für Wein, Genuss und Lebensfreude öffnet wieder

von Karl-Heinz Stier

(22.11.2021) Es war wohl Bestimmung – für das Graue Haus und für Dr. Manuel Stirn. Seit Jahren träumte der einst legendäre Tempel für Wein, Genuss und Lebensfreude vor sich hin. Ein massives Holztor versperrte zuletzt den Blick auf das älteste Steinhaus Deutschlands. Doch Dr. Manuel Stirn, Unternehmer aus Wiesbaden, hatte sich in die Immobilie verliebt.

Bildergalerie
Das neue Restaurant
Foto: Stirn
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Das historische Gebäude, wo einst die Greiffenclaus residierten
Foto: Stirn
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Er kann sich noch gut an die großen Zeiten des Grauen Hauses erinnern. Jetzt, da es zum Verkauf stand, machte er seinen Traum wahr und erwarb die geschichtsträchtige Immobilie. Gefragt nach seiner Motivation kommentierte er seine Entscheidung mit den Worten: „Vielleicht bin ich verrückt. Ja, wirklich, ich bin verrückt nach diesem wundervollen Ort. Ich möchte ihn wachküssen.“

Hochfliegende Pläne, vollmundige Versprechungen und sich rausziehen, wenn es hakt – das ist nicht Stirns Sache.  m Grauen Haus traf er laut eigener Aussage auf einen guten baulichen Zustand. Darauf hat er in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz aufgebaut. Immer das Ziel vor Augen, einen Treffpunkt für Genießer der verschiedensten Couleur zu schaffen: Gehoben, aber nicht abgehoben.

Im Einzelnen geplant sind mehrere gastronomische Einheiten, die zu einem stil- und stimmungsvollen Ganzen verschmelzen. Dreißig Plätze gibt es im Fine Dining Restaurant, dem Herzstück des Grauen Hauses. Im Bistro mit 22 Plätzen trifft man sich ganz entspannt auf ein Glas Wein und leckere kleine Gerichte. In angrenzenden Feinkost Shop, der zu den üblichen Geschäftszeiten geöffnet sein wird, gibt es feine Kost aus Deutschland, Frankreich und Italien zum Mitnehmen. In der kommenden Freiluft-Saison soll auch der Garten wieder öffnen. Er wird im Stil einer Gutsschänke betrieben werden.  

Im Bistro dominieren Grün- und Gelb-Töne und erinnern an die Farben der Natur und den Wein, der im gesamten Ensemble eine tragende Rolle spielt. Bei seiner Auswahl setzt Stirn auf die Verbindung zu den Charta-Winzern von heute. Und deshalb wird es im Grauen Haus künftig auch eine Extra-Charta-Weinkarte geben. Auch Weine aus Stirns Herzensheimat Italien werden angeboten. Der Mix entspricht dem Küchenkonzept – es soll für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas zu finden sein.   

Bis zu 15 neue Stellen will Stirn im Grauen Haus schaffen. Küchenchefs, Restaurantleiter und die Chefin des Feinkost-Shops sollen im Team arbeiten und dafür sorgen, dass sich alle Gäste wohlfühlen. Björn Theiß und Sascha Müller führen die Küche in einer Doppelspitze. Manuel Stirn freut sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ohne Winterpause, wie sie im Rheingau in vielen Betrieben üblich ist. „Das Jahr hat 12 Monate, die wir füllen werden“, sagt er. Er selbst bringt viel Erfahrung aus der Praxis in Hotellerie, Gastronomie und der Lebensmittel-Branche mit. Zuletzt war das „Trüffel“ in Wiesbaden sein Lebensmittelpunkt.

Stirn ist Chef der Eichenwald Consulting, einer erfolgreichen Beratungsgesellschaft und seit vielen Jahren mit zahlreichen Anbietern von Premium-Produkten bestens vernetzt.

Feinkostgeschäft: Mo. – Fr. 9-00 bis 18.00 Uhr / Sa. 8.00 – 14.00 Uhr

Café-Bistro: Mo. – Sa. 8.30 bis 22.30 Uhr / So. 9.00 bis 15.00 Uhr

Restaurant: Mo. – Sa. 11.30 – 14.30 Uhr und 17.30 – 22.30 Uhr / So. 11.30 – 14.30 Uhr

Weitere Informationen unter: Tel. (06723)8853911  / www.graueshaus.com