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Das Ehrenamt bestimmt ihr Leben: Petra Römer mit Bürgermedaille der Stadt Frankfurt geehrt

Ehrenamtliches Engagement zieht sich durch das Leben von Petra Römer wie ein roter Faden. Bereits im Alter von vier Jahren trat die 1967 geborene Frankfurterin der Turngemeinde (TG) Bornheim bei. Im Alter von 15 Jahren gründete Römer die Jazzdance-Abteilung des Vereins, welche sie über Jahrzehnte hinweg aufbaute und leitete.
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Ein Leben für das Ehrenamt (v.l.): Oberbürgermeister Peter Feldmann, Petra Römer und Stadtverordnetenvorsteher Stephan Siegler bei der Übergabe der Bürgermedaille im Kaisersaal
Foto: Stadt Frankfurt / Stefanie Koesling

1984 übernahm Römer zudem die Leitung der gesamten Frauengymnastik-Sparte der TG Bornheim. Damals hatte die TG rund 700 Mitglieder. Am 27. April 2018 knackte der mitgliederstärkste Sportverein Hessens die magische Marke von 30.000 zahlenden Mitgliedern. „Die Leitung der Frauengruppe war eine große, aber beileibe nicht ihre größte Leistung. Dies ist vielmehr ihre Arbeit als Vorstandsmitglied. Seit dem Jahr 2000 gehört sie dem Gremium an“, präzisiert Peter Völker, langjähriger Vorsitzender der TG Bornheim, die Verdienste seiner Sportskameradin. So sei Petra Römer maßgeblich an der Übernahme des Gartenbades Fechenheim beteiligt. „Als sie dem Vorstand beitrat, waren wir 7000 Mitglieder, heute über 30.000. Ich denke, das spricht für sich“, sagt Völker.

Diesen lobenden Worten schließt sich auch Oberbürgermeister Peter Feldmann an: „Die TG Bornheim bewegt Generationen vom Baby bis zum Senior. Ihr Verein stiftet mit seinen günstigen Mitgliedsbeiträgen Gemeinsamkeit und Rückhalt. Dies ist nur möglich, da sich Aktive wie Sie seit Jahren und Jahrzehnten mit voller Energie und Kreativität in den Dienst der guten Sache stellen“, sagte das Stadtoberhaupt während der Verleihungszeremonie im Kaisersaal des Römers.

Petra Römer habe die Erfolgsgeschichte des Vereins nicht nur miterlebt, sondern aktiv mitgestaltet. „Als Sie im Jahr 2000 dem geschäftsführenden Vorstand als einzige Frau beitraten, haben Sie sich nicht aus dem Alltagsgeschäft verabschiedet, sondern weiterhin bei Veranstaltungen angepackt, Kuchen gebacken, Würstchen bestellt und Brötchen belegt. Aus diesem Grund darf ich Ihnen heute die Bürgermedaille der Stadt Frankfurt verleihen. Denn Sie haben durch Ihr Wirken im Verein einen Beitrag für das Gemeinwohl dieser Stadt geleistet. Sie haben sich diese Auszeichnung mehr als verdient“, sagte Feldmann.

Das Ehrenamt schaffe Zusammenhalt und menschliche Nähe, die allein mit bezahlten Kräften nicht möglich wäre. „Vereine können soziale Aufgaben oft rascher, ideenreicher und bürgernäher lösen als die beste staatliche Behörde. Deshalb gilt mein Dank Ihnen und auch Ihrem Verein. Denn Sie machen Frankfurt zu der lebenswerten Stadt, auf die wir alle zu Recht stolz sind“, schloss der Oberbürgermeister. (ffm)