Das Bildnis des Dorian Gray« nach Oscar Wilde
Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian.
Foto: Wikipedia, gemeinfrei
Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Es degeneriert, abgeschirmt und versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, zur grotesken Fratze, während Dorians Äußeres ewig jung, makellos und schön bleibt.
Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. Regisseur Ran Chai Bar-zvi wurde zuletzt mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Festival »Radikal jung« eingeladen. Seine bildstarken Inszenierungen begegnen auch existenziellen Stoffen mit einer großen Leichtigkeit, ohne deren ernsten Kern zu verharmlosen.
Mit »Das Bildnis des Dorian Gray« feiert Ran Chai Bar-zvi sein Debüt am Schauspiel Frankfurt. Regie und Bühne Ran Chai Bar-zvi Kostüme Belle Santos Musik Evelyn Saylor Dramaturgie Lukas Schmelmer mit Stefan Graf, Miguel Klein Medina, Mitja Over die nächsten Vorstellungen:
»Das Bildnis des Dorian Gray« nach Oscar Wilde mit einem Kommentar von Marcus Peter Tesch (UA) Premiere am 12. Dezember 2025, 20.00 Uhr, Kammerspiele
Die nächsten Vorstellungen: 21. und 29. Dezember 2025, 8. und 18. Januar 2026.