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Letzte Aktualisierung: 17.06.2024

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Daniel Kehlmann mit dem Börne-Preis 2024 ausgezeichnet

von Ilse Romahn

(10.06.2024) Der Schriftsteller und Essayist Daniel Kehlmann ist am Sonntag, 9. Juni, in der Paulskirche mit dem Börne-Preis ausgezeichnet worden. Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Frankfurt am Main. Der Preis wurde überreicht von Michael A. Gotthelf, Vorsitzender des Vorstandes der Ludwig-Börne-Stiftung, der auch die anschließende Podiumsdiskussion mit Felicitas von Lovenberg, Daniel Kehlmann und dem Schauspieler und Autor Christian Berkel moderierte.

Blick in die Paulskirche während der Ansprache von Preisträger Daniel Kehlmann
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
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Die Auszeichnung erinnert an ihren Namensgeber Ludwig Börne, der im Mai 1786 im Haus zum Rost in der Judengasse 118 des damaligen Frankfurter Ghettos geboren wurde, und der zu den führenden liberalen Essayisten und Kritikern seiner Zeit zählt. Mit der Auszeichnung werden herausragende publizistische Leistungen geehrt.

Stadtkämmerer Bergerhoff sagte: „Daniel Kehlmann ist ein verdienter Preisträger des Ludwig-Börne-Preises 2024. Mit seinem außergewöhnlichen Werk gelingt es ihm, durch seine literarische Perspektive auf die Vergangenheit, unsere Gegenwart neu zu betrachten. Auch Ludwig Börnes publizistische Themen sind heute noch oder wieder von Bedeutung: Zeit seines Lebens kämpfte er gegen dumpfen Nationalismus und Antisemitismus und setzte sich kompromisslos für die Freiheit ein. Lassen Sie uns alle Börnes Werte und Ideale zu den unseren machen!“

Die Verlegerin und Preisrichterin Felicitas von Lovenberg betonte in ihrer Begründung: „Daniel Kehlmann ist ein virtuoser wie subtiler Erzähler von Parallelwirklichkeiten. Zumal wenn er den Blick in die deutsche Vergangenheit richtet, zeigt sich die Relevanz seiner Literatur zum tieferen Verständnis unserer Gegenwart und so liest sich sein Werk als brennend aktuelle Mahnung angesichts der wachsenden Bedrohung der Demokratie und der fortschreitenden gesellschaftlichen Polarisierung.“

Zu den bisherigen Preisträgern zählt unter anderem Robert Habeck. Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. (ffm)