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Letzte Aktualisierung: 21.06.2024

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Crespo Foundation feiert Richtfest in der Weißfrauenstraße

von Ilse Romahn

(29.09.2023) Das Archäologische Museum und das Institut für Stadtgeschichte bekommen eine neue Nachbarin: die Crespo Foundation. Die Stadt Frankfurt verpachtet der Stiftung das in den 1950er Jahren errichtete städtische Gebäudeensemble in der Weißfrauenstraße 1-3. Das Erbbaurecht für das rund 930 Quadratmeter große Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft des Karmeliterklosters wurde für einen Zeitraum von 23 Jahren bestellt.

Christiane Riedel, Handwerker Bös, Kulturdezernentin Ina Hartwig, Herr Bayier von Lang & Cie, Franziska Kiermeier, kommissarische Leiterin des Instituts für Stadtgeschichte, und Heinz-Günter Lang, Vorstand von Lang & Cie
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Holger Menzel
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Nach dem Ende der Laufzeit geht die Immobilie wieder in das Volleigentum der Stadt über. Es ist geplant, dass die Stiftung im ersten Halbjahr 2024 das Gebäude bezieht.
 
Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Ina Hartwig gratulierte der Stiftung beim Richtfest am Donnerstag, 28. September: „Der Innenausbau steht noch bevor, aber schon jetzt wird deutlich: Die Architekten haben die filigrane Anmutung der beiden Häuser ganz wunderbar wieder ans Licht gebracht und ich kann der Crespo Foundation nur herzlich zu diesem Schmuckstück gratulieren, was hier wiederentsteht. Die beiden sanierten Häuser werden zugleich die Anmutung des Karmeliterklosters verändern, der moderne Bau wird das mittelalterliche Kleinod zum Stadtraum hin öffnen und diesem Teil der Frankfurter Altstadt noch mehr Lebendigkeit verleihen.“ Das solle auch in der Umgestaltung des wunderbaren Vorgartens seinen Ausdruck finden, sagte die Dezernentin. Der Vorgarten und Eingangsbereich werden zukünftig vom Institut für Stadtgeschichte und der Crespo Foundation gemeinsam belebt.
 
Und weiter führte die Dezernentin aus: „Der künftige Sitz der Crespo Foundation wird in Nachbarschaft mit dem Institut für Stadtgeschichte und dem Archäologischen Museum einen wahrnehmbaren kulturellen Akzent setzen und auch hier in der Frankfurter Altstadt einen besonderen Ort der Begegnung und der Verbindung schaffen, der den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt offensteht.“
 
Prof. Christiane Riedel, Vorstandsmitglied der Crespo Foundation, sagte: „Die Crespo Foundation wirkt schon seit 20 Jahren in der Stadt Frankfurt. Mit dem Crespo Haus wird sie ab nächstem Jahr auch im Stadtraum erlebbar. Es wird sichtbar, woran und wie wir arbeiten. Und wir schaffen Begegnungen mit den verschiedensten Gruppen und Partnern, um voneinander zu lernen und unsere Aktivitäten eng mit gesellschaftlichen Entwicklungen zu koppeln. Außerdem wollen wir die Ergebnisse unserer Arbeit präsentieren und zur Diskussion stellen. Dazu gehören zum Beispiel Ausstellungen, in denen Arbeiten der Artists-in-Residence-Programme der Stiftung, Ergebnisse des After Nature. Ulrike Crespo Photography Prize oder aus Projekten wie SABA und Fliegendes Künstlerzimmer präsentiert werden. Im Crespo Haus verbinden sich die Aktivitäten der Crespo Foundation, ihrer Programm-Teilnehmer und Partner.“
 
Das zwischen Schauspiel und Römer gelegenen Geschäftsgebäude, dass 1955/1957 von dem Architekten Ferdinand Kramer erbaut wurde, wird nach Plänen des Architekturbüros Schmidtploecker umgebaut. Die Stiftung hat das städtische Gebäude denkmalgerecht saniert und wird es ab nächstem Jahr für ihre Zwecke nutzen. Vorgesehen sind Ausstellungs- und Veranstaltungsflächen in den beiden unteren Geschossen sowie Büros und Workshopräume für die Crespo Foundation und Partner in den oberen Stockwerken. Der neue Sitz der Stiftung soll außerdem zu einer Begegnungsstätte für Frankfurter Bürger und Gäste der Stiftung werden.
 
Die Crespo Foundation ist eine gemeinnützige Stiftung, die sich in den Bereichen Kunst, Bildung und Soziales engagiert. Sie wurde 2001 von der 2019 verstorbenen Psychologin Ulrike Crespo gegründet. Das Motto der Wahl-Frankfurterin hieß „Menschen stark machen“. Die Stiftung realisiert verschiedene innovative Förderprogramme im Bereich Kunst und kulturelle Teilhabe und hat damit einen besonderen Stellenwert in der Frankfurter Kulturlandschaft. (ffm)