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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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cresc… 2022 unter dem Motto "MeWe"

Vorverkauf für Biennale für aktuelle Musik startet am 1. Dezember

von Ilse Romahn

(25.11.2021) Am Freitag, 25. Februar 2022, startet die "cresc… Biennale für aktuelle Musik" mit dem Eröffnungskonzert im hr-Sendesaal. Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester Frankfurt erforschen bis 5. März unter dem Titel "MeWe" das Verhältnis von Individuum und Gemeinschaft in einer Vielfalt von Spielarten aktueller Musik.

cresc… 2022 unter dem Motto "MeWe"
Foto: hr/hr grafik
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Die sechste Ausgabe des Musikfestivals wird an unterschiedlichen Locations in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt präsentiert. Der Vorverkauf startet am 1. Dezember.

"Give us a poem!" riefen 1975 Studierende dem berühmten Boxer und Menschenrechtsaktivisten Muhammad Ali zu. "Me We" war seine prompte Antwort. Dieses spontan entstandene Kurz-Gedicht wurde weltberühmt und seine vier Buchstaben besitzen eine tiefe gesellschaftspolitische und humanistische Botschaft. Jetzt wurden sie zum Motto der kommenden Biennale. "Das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft, das Muhammad Ali bereits vor 46 Jahren messerscharf auf den Punkt gebracht hat, erleben wir in diesen Tagen in kaum erwarteter Heftigkeit. Von seinem Gedicht ausgehend, greift 'cresc… 2022' einzelne Konstellationen des 'MeWe' exemplarisch auf, macht sie künstlerisch fruchtbar und verdeutlicht damit, welch kreatives Potenzial im konstruktiven Miteinander liegen könnte", sagt der Künstlerische Manager und Geschäftsführer des Ensemble Modern, Christian Fausch.

"Durch Begegnungen entsteht aus einem 'Ich' ein 'Wir'. In dieser Zeit der Vereinzelung möchten wir mit der kommenden Ausgabe von 'cresc…' zahlreiche – auch interaktive – Begegnungen zwischen Stilen, Erfahrungen, Emotionen, Orten und Kulturen schaffen. Wir lassen zeitgenössische Musik auf Sci-Fi-Funk und Afro-Beat treffen, Island auf Westafrika, Klangkunst auf Kochkunst", so hr-Musikchef und Orchestermanager Michael Traub.

Während des Festivals ist das Publikum eingeladen, die klanggewaltigen "Earth Dances" von Sir Harrison Birtwistle sowohl im Konzert als auch als begehbare Klangskulptur zu erleben, sich auf einem ungewöhnlichen Parcours eine essbare Komposition zusammenzustellen und aktiv als Interpreten zu agieren. Fünf Uraufführungen ausgewählter Komponistinnen und Komponisten befassen sich mit der Forderung "Give us a poem!" bevor das Publikum zum Schluss gemeinsam ein "Do-it-Yourself-Agit-Pop-up-Restaurant" erstellt.

Mit dabei sind neben den zwei Festivalausrichtern Ensemble Modern und hr-Sinfonieorchester unter anderem die hr-Bigband, die schwedisch-äthiopische Experimental-Vokalistin Sofia Jernberg, der isländische Posaunist, Arrangeur und Afro-Funk Spezialist Samúel Jón Samúelsson, das westafrikanisch-deutsche Liberation Orchestra of Inverted Traditions, die australische Komponistin Catherine Milliken, die Frankfurter freitagsküche, der englische Dirigent Stefan Asbury und die italienische Komponistin Lucia Ronchetti sowie junge internationale Musiker, Dirigenten und Komponisten des IEMA-Ensemble, des Schallfeld Ensemble und der International Composer & Conductor Seminars (ICCS).

Konzertorte sind der hr-Sendesaal, das hr-Fernsehstudio 1, die hr-Goldhalle, die Darmstädter Centralstation, das Capitol in Offenbach, das Künstlerhaus Mousonturm und das Frankfurt LAB.

Kurzübersicht
cresc… Biennale für aktuelle Musik Frankfurt Rhein Main MeWe 25. Februar bis 5. März 2022

Interpreten: Daníel Bjarnason, Sara Caneva, Jessie Cox, Der Chor Frankfurt, Ensemble Modern, freitagsküche, Nina Guo, Martin Grubinger, hr-Bigband, hr-Sinfonieorchester, IEMA-Ensemble 2021/22, Sofia Jernberg, Angus Lee, Helena Rasker, Samúel Jón Samúelsson, Schallfeld Ensemble, Michael Schiefel, Dima Slobodeniouk, Jonathan Stockhammer.

Uraufführungen: Páll Ragnar Pálsson: Neues Werk (2021/22) (Auftragswerk des hr); Elena Rykova: Neues Werk (2022); Pablo Garretón: Neues Werk (2022); Katherine Balch: waste knot (2021/22); Omer Barash: Te’ena (2021/22); Phillip Krebs: Paramount (2021/22); Piotr Peszat: Gewalt der Musik (2021/22): Kitty Xiao: In flesh II (2021/22) sowie Kompositionen von Louis Andriessen, Harrison Birtwistle, Daníel Bjarnason, Catherine Milliken, Marko Nikodijevic, María Huld Markan Sigfúsdóttir, Veronique Vaka-

Veranstaltungsorte: Capitol Offenbach, Centralstation Darmstadt, Frankfurt LAB, hr-Sendesaal, hr-Fernsehstudio 1, hr-Goldhalle, Künstlerhaus Mousonturm.

Tickets zwischen 21 und 30 Euro (erm. 11,50 bis 16 Euro).
Ermäßigung gilt für Schüler, Studierende, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose, Schwerbehinderte (GdB 80%).

Vorverkauf startet am Mittwoch, 1. Dezember unter www.cresc-biennale.de, www.hr-ticketcenter.de sowie weiteren Vorverkaufsstellen.

www.cresc-biennale.de   www.facebook.com/cresc.biennale