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Letzte Aktualisierung: 27.09.2021

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Coworking, Homeoffice oder doch ’normal‘?

von Helmut Poppe

(01.09.2021) Wo und wie werden wir nach der Pandemie arbeiten? Teil 1 einer Beitragsreihe.

Wer arbeitet wo außerhalb?
Foto: Coworking Guide
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Glaubt man einigen Studien geht der Trend weiterhin nach oben. Zwar verlangsamt durch Covid steigen die Zahlen dennoch: 5 Mio. Corworker, also Personen, die von etwa 50.000 Leihbüros aus arbeiten, sollen es im Jahr 2024 sein. So die Zahlen. Eigentlich hätte man sie persönlich höher eingeschätzt.

Frankfurt liegt dabei im oberen Feld der deutschen Großstädte mit 25 'Spaces', wie sich die Büroanlagen nennen.

In Konkurrenz stehen die zeitweiligen Arbeitsplätze mit dem Homeoffice, das weiterhin die höchste Beliebtheit bei möglichen beruflichen Wirkungsstätten erfährt. Coworking Offices mit dem Kürzel ‚COS‘ bieten jungen Unternehmen, Homeoffice-Müden (‚WFH /Work from Home‘) und Selbständigen die Möglichkeit , für einen flexiblen Zeitraum einen Arbeitsplatz oder gar ein eigenes Büro zu modularen und eher überschaubaren Preise zu mieten. Eine guten Überblick über die Angebote bietet ein Unternehmen, das unweit eines Rechenzentrums gelegen ist in Hattersheim am Main. Die nicht unabsichtliche Lage im Umfeld eines bedeutenden Netzwerkanbieters in einem der größten Internetknotenpunkt der Welt zeigt, wie sich die Nutzerschaft zusammensetzt und welche Nähe diese sucht: COS-Kunden sind sehr häufig der digitalen Wirtschaft zuzuordnen. Praktisch ist auch die Nachbarschaft für die Netzanbieter, können diese doch hier Personal rekrutieren, sich inspirieren lassen und zugleich für Sympathie und PR sorgen.

Wenig beliebt ist bei den COSlern, die sich gerne über den Begriff ‚New Work‘ definieren mit reinen Büroflächenvermietern verwechselt zu werden. Ein zentrales Element ihrer Arbeit nennt sich Kollaboration, man begrüßt die Möglichkeit dem Nachbarn, der durchaus an ganz anderen Projekten sitzt über die Schulter zu schauen, von ihm zu lernen und sich gegenseitig auszutauschen. Dementsprechend sind auch die räumlichen Gegebenheiten konzipiert: sie lassen ein Nebeneinandersitzen aber auch Isolierung in speziell gestalteten lärmgedämpften Nischen zu. Es liegen wenig verlässliche Zahlen vor über die Anzahl von Personen, die in COSes arbeiten. Ein Anbieter nennt die Zahl von knapp 600 Spaces mit Spitzenplätzen in NRW, in Bayern und nicht so viel wie vermutet in Berlin. Die Menge der aktiven Personen liegt geschätzt bei 50.000 in Deutschland und weltweit für 2024 bei 5 Millionen. Eine überschaubare Zahl mithin, die verschwindend klein ist im Vergleich zu der Anzahl der Erwerbstätigen, die von zuhause aus arbeiten.

Welche Zahlen die Frankfurter FriedrichBöckler Stiftung zu dem Wandel der Arbeitsplätze prognostiziert, auf welche gesellschaftlichen Umwälzungen wir uns insgesamt einstellen können und was die für die Zukunft von uns alle so wichtigen Schulen vom sogenannten New Work lernen kann, erfahren Sie in einer der nächsten Ausgaben von frankfurt-live.

Den kompletten Beitrag mit informativen Tabellen und Schaubildern finden Sie hier.