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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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COVID-19: Immer weniger fühlen sich sicher

Gleichzeitig steigt die Zustimmung zur G2-Regelung

von Dr. Suzan Fiack

(18.11.2021) Derzeit steigt auch in Deutschland die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen. Gleichzeitig wächst die Sorge in der Bevölkerung, sich mit dem Virus anzustecken. Dies zeigt die 48. Ausgabe des BfR-Corona-Monitors, einer regelmäßigen Erhebung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Während sich Ende Oktober noch mehr als die Hälfte der Befragten sicher oder sehr sicher vor einer Infektion gefühlt haben, sind es aktuell nur noch 42 Prozent.

Nur etwa zwei von fünf Befragten des BfR-Corona-Monitors glauben, sich selbst vor einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus schützen zu können. „Die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, sich über die Nähe zu anderen Menschen anzustecken, ist erneut angestiegen“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Derzeit stufen zwei Drittel der Befragten diese Wahrscheinlichkeit als hoch oder sehr hoch ein.“
https://www.bfr.bund.de/cm/343/211109-bfr-corona-monitor.pdf

Angesichts der derzeit steigenden gemeldeten Infektionszahlen werden auch die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus von der Mehrheit der Befragen als angemessen angesehen. Insbesondere die Akzeptanz für das Absagen von Veranstaltungen ist in den vergangenen zwei Wochen um zehn Prozentpunkte gestiegen und liegt jetzt bei 75 Prozent. Auch die 2G-Regel, die in immer mehr Regionen Deutschlands angewandt wird, stößt auf mehr Zustimmung. Momentan halten 65 Prozent die 2G-Regel für angemessen - acht Prozentpunkte mehr als in der letzten Erhebung Ende Oktober.

Beim Thema COVID-19-Pandemie gewinnen außerdem persönliche Gespräche wieder mehr an Bedeutung. So liegt der Anteil derjenigen, die sich täglich über persönliche Kontakte zum Geschehen rund um die Pandemie informieren, jetzt bei 41 Prozent - ein Anstieg um zehn Prozentpunkte im Vergleich zu Ende Oktober. Trotz dieses ausgeprägten Informationsverhaltens ist das Gefühl, über das Geschehen informiert zu sein, in der Bevölkerung gesunken: Während sich in der letzten Befragung 54 Prozent gut oder sehr gut informiert gefühlt haben, ist dies derzeit nur noch bei 46 Prozent der Fall.

Über den BfR-Corona-Monitor

Der BfR-Corona-Monitor ist eine wiederkehrende (mehrwellige) repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung der Bevölkerung in Deutschland gegenüber dem neuartigen Coronavirus. Zwischen dem 24. März und 26. Mai 2020 wurden dazu jede Woche rund 500 zufällig ausgewählte Personen per Telefon unter anderem zu ihrer Einschätzung des Ansteckungsrisikos und zu ihren Schutzmaßnahmen befragt. Seit Juni 2020 wird die Befragung im Zwei-Wochen-Rhythmus mit jeweils rund 1.000 Befragten fortgeführt. Eine Zusammenfassung der Daten wird regelmäßig auf der Homepage des Bundesinstituts für Risikobewertung veröffentlicht. Mehr Informationen zur Methode und Stichprobe finden sich in den Veröffentlichungen zum BfR-Corona-Monitor.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.