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Letzte Aktualisierung: 20.01.2021

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Coronaviren per Hitze beikommen

VolkswagenStiftung fördert FAU-Projekt zu Schmierinfektionen

von Blandina Mangelkramer

(11.01.2021) Gleich über 100 Forschungsprojekte zu Corona fördert die VolkswagenStiftung mit ihrer Initiative „Corona Crisis and Beyond“. Mit dabei in der Auswahl aus den insgesamt mehr als 1100 Anträgen: Prof. Dr. Karl Mandel und sein Team von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Die Chemiker beschäftigen sich mit der Frage, wie sich Schmierinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus über Oberflächen vermeiden lassen. Dafür erhalten sie in den kommenden eineinhalb Jahren 120.000 Euro.

Im öffentlichen Raum werden Kontaktflächen normalerweise mithilfe von Desinfektionsmitteln behandelt. Kritische Punkte sind hier das ordentliche Aufbringen der Mittel, der Schutz der Reinigungskräfte sowie die fachgerechte Entsorgung der verwendeten Materialien.

Viren können aber auch durch Hitze unschädlich gemacht werden. Deshalb prüfen die Forscher um Prof. Mandel ein alternatives Verfahren, das sich der Induktion bedient. Dazu wollen sie eine Silikonschicht mit synthetischen Magnetpartikeln entwickeln, die ohne großen Aufwand auf Oberflächen wie etwa Türklinken aufgebracht werden kann.

In dem nun zu prüfenden Verfahren wird ein mobiler Induktor über diese entsprechend präparierte Oberfläche geführt, um die enthaltenen Magnetpartikel für den Bruchteil einer Sekunde lokal zu erhitzen und so die Viren auf der Oberfläche abzutöten, während das darunterliegende Material unbeschädigt bleibt.