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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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Corona-Pandemie und der Weltwassertag 2020

Bürger können kommunaler Wasserwirtschaft in der aktuellen Krise helfen

von Adolf Albus

(24.03.2020) „Der Umgang mit dem Corona-Virus und die sich dadurch permanent verändernde aktuelle Lage ist auch für die kommunalen Unternehmen eine Herausforderung, die sich um die Daseinsvorsorge der Menschen, unter anderem um die Abwasserinfrastruktur, kümmern“, so Michael Walter.

Er ist als Fachbereichsleiter im Krifteler Rathaus unter anderem für den Betriebshof und die Wasserversorgung der Gemeinde zuständig. Er gibt – anlässlich des Weltwassertages 2020 am 22. März - eine Bitte des Abwasserverbandes Main-Taunus an die Bürger weiter: „Jeder kann mit einer einfachen Maßnahme mithelfen, die Abwasserinfrastruktur funktionsfähig zu halten.“

Die Bitte: Taschentücher, Küchenpapier und vor allem Feuchttücher sowie Desinfektionstücher nach Gebrauch nicht in die Toilette, sondern in den Restmüll werfen. Hintergrund: Alle diese Tücher, insbesondere die Feuchttücher und Desinfektionstücher weisen eine hohe Reißfestigkeit auf, weshalb sie sich im Wasser nicht zersetzen. Dies führt zu technischen Problemen in den Abwasseranlagen, es entstehen sogenannte Verzopfungen. Im schlimmsten Fall legen diese einzelne Pumpen und sogar ganze Pumpwerke lahm.

„Das Entfernen dieser Verzopfungen muss dann mit erheblichem technischem und vor allem personellem Aufwand manuell erfolgen und erhöht das Gesundheitsrisiko der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abwasserentsorger zusätzlich. Helfen Sie bitte mit, zusätzliche Gesundheitsrisiken zu verringern, indem zusätzliche Reinigungseinsätze wegen verstopfter Pumpen vermieden werden“, so der Aufruf der Landesgruppe Hessen des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), dem der Abwasserverband Main-Taunus angehört.