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Containerschiffe dominieren die Weltmeere

Unternehmen, die im Bereich der Logistik verankert sind, tun gut daran, konsequent auf die Vorteile von Seecontainern zu setzen. Seit den Anfängen der Containerschifffahrt in den 1950er Jahren hat sich diese standardisierte Form der Stückgutverfrachtung fast vollständig durchgesetzt. Etwa 60 Prozent des gesamten Weltseehandels erfolgt heute über Seecontainer (1). Sind die weltweit verschifften Stückgüter die Bezugsgröße, steigt ihr Anteil sogar auf 90 Prozent (2).
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Symbolfoto
Foto: Unsplash / Ian Taylor

Ihre modulare und standardisierte Form ist ihr Erfolgsgeheimnis. Historisch verhalfen Seecontainer der modernen Globalisierung nach dem Zweiten Weltkrieg zum Durchbruch.

Module: Zauberwort auch in der Industrie 4.0

Assoziativ würden wir physische Seecontainer wohl kaum der hochgradig vernetzten Realität der Industrie 4.0 zuordnen. Tatsächlich kann der Spediteur Malcolm McLean aus North Carolina, der 1956 die Güterverfrachtung mit Seecontainern entwickelte, als Vorreiter aufgefasst werden. Das ist insofern interessant, als dass Kunden, die heute Seecontainer kaufen, damit automatisch auf eine Lösung setzen, deren modulares Grundprinzip nicht nur von modernen Softwarelösungen angewandt wird. Module sind heute in aller Munde, ob in der Wirtschaft, Industrie 4.0, Informatik oder an Universitäten.

In diesem Sinne wird im IT-Wesen von „Containerisierung“ gesprochen, wenn mehrere Softwarepakete in einem Betriebssystem zusammengefasst werden, um sie bei Bedarf verschiedenen Einheiten zuzuordnen. So bilden Container geschlossene Einheiten in einer isolierten Umgebung und besitzen die notwendigen Abhängigkeiten für die Ausführung von Applikationen. Um im Bild zu bleiben, stellen die standardisierten Seecontainer die Module dar, die sich beliebig verschieben und unter Beibehaltung der Konsistenz zwischen Entwicklungs- und Produktionsumgebungen in andere Umgebungen integrieren lassen.

So wie modular aufgebaute IT-Services problemlos mit anderen Services interagieren können – der Experte spricht hierbei von Interoperabilität –, lassen sich Waren aller Art in einem standardisierten und stapelbaren Seecontainer aufschichten, um sie als zerlegbare Einheiten bedarfsgerecht zu verschieben. Der Vorteil von Modulen hinsichtlich einer besseren Skalierbarkeit gilt ebenso für Seecontainer, da sie sich leicht in bestehende Transport- und Logistikketten integrieren und nach Bedarf reduzieren lassen. Ebenso ist es möglich, die Fracht in größere Einheiten aufzuteilen, um den Transport beträchtlicher Gütermengen zu ermöglichen.

Weiterhin erleichtert die standardisierte modulare Form in beiden Bezugssystemen innovative Ideen, weil sich neue Technologien und Dienste schneller testen und integrieren lassen. In beiden Bezugsebenen erhöht sich die Resilienz, denn während die einzelnen Komponenten modularer IT-Systeme unabhängig voneinander gewartet und aktualisiert werden können, sind Seecontainer in Bezug auf die Herstellung und die verwendeten Materialien auf Robustheit und Stabilität optimiert. Sie zeichnen sich durch bruchsichere Rahmen, feste Wände und wasserdichte Türen aus. In beiden Fällen werden die Entwicklungs- und Betriebsprozesse erheblich vereinfacht und konsistent gestaltet.

Die Vorteile von Seecontainern für den Güterverkehr

Seecontainer bieten für Waren eine effiziente Platzausnutzung, zumal sie sich durch ihre quaderförmige Bauweise problemlos übereinander stapeln lassen. Durch die Stapelbarkeit wird wenig Stellfläche benötigt, sodass sich auch Massenware effizient lagern und transportieren lässt. Beispielsweise können bis zu 400 Container auf einem Containerschiff Platz finden. Die Nutzung von Containern verwandelt heterogene Ladung in homogene Ladung, was den Warenumschlag in der Arbeitswelt der Industrie 4.0 erheblich erleichtert. Dies gilt auch deshalb, weil sich längst alle Häfen dieser Welt auf die Löschung eingestellt haben.

Der Transport wird insgesamt vereinfacht, kostengünstiger und flexibler, denn Seecontainer können eine Transportkette über Wasser und Land ohne Umladen durchlaufen. So lassen sie sich leicht vom Schiff auf die Schiene oder einen Lkw verlegen. Dies bietet enorme Vorteile im kombinierten Warenverkehr. Ihre Stabilität gewährleistet eine hohe Ladesicherheit, zumal die einfache Form die Verwendung innovativer Technologien für die Verbesserung der Haltbarkeit erleichtert. Leicht verderbliche Lebensmittel lassen sich beispielsweise in speziellen Kühlcontainern transportieren.

Darüber hinaus sind Container wetterfest und durch ihre Versiegelung vor Diebstahl geschützt. Aufgrund ihrer modularen Verwendung sind Seecontainer fortschrittlichen IT-Systemen gegenüber zugänglich und ihre ISO-normierte Beschriftung erleichtert ihre Identifizierung. Anhand der Codes, die aus standardisierten Buchstaben und Ziffern bestehen, lassen sich jedem Container sämtliche für die Logistik relevanten Informationen mit einem Scanner unverzüglich entnehmen.

Quellen:
1: https://www.pfaffinternational.com/containerschifffahrt/
2: https://www.n-tu.de/logistik-lexikon/iso-container/