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China-Hotel in Offenbach nach einem Jahr zufrieden

Neue Aktionen für zweites Jahr geplant

Vor einem Jahr hat die chinesische Investment- und Touristik-Gruppe NEW CENTURY in Offenbach das erste Hotel in Europa, eine Nobelherberge mit Vier-Sterne-Superior-Auszeichnung, eröffnet. Die Luxusgruppe ist die zweitgrößte und die größte privat betriebene Hotelgruppe im gehobenen Bereich in China und besitzt weltweit 196 Hotels. Sie hat das ehemalige Golden Tulip in der Kaiserleistraße 45 für neun Millionen Euro gekauft und innen und außen renoviert und auf Hochglanz gebracht. Zweieinhalb Jahre dauerte der Umbau und die Sanierung, die 45 Millionen Euro verschlang. Der Hotelriese bietet auf 17 Stockwerken 223 Übernachtungseinheiten an, davon 144 Standardzimmer, 64 Doppelzimmer, 14 Suiten und eine Exekutive.

Frankfurt-Live-Chefreporter Karl-Heinz Stier sprach mit dem Generalmanager Rodderich Leffler.

Karl-Heinz Stier (FLC): Herr Leffler, Sie haben bei der Eröffnung vor einem Jahr eine Auslastungsquote der Hotelübernachtungen von über 60 Prozent in Aussicht gestellt. Haben Sie Ihr Ziel erreicht?
Rodderich Leffler: Das erste Jahr ist zufriedenstellend ausgefallen und wir sind stolz auf die Zahlen, die wir als neues Hotel am Markt erreicht haben.

FLC: Aus welchen Ländern kamen die meisten Gäste und wie viele davon waren Geschäftsreisende und Touristen?
Leffler: Der überwiegende Gästeanteil im letzten Jahr kam aus Deutschland, danach folgten die asiatischen Ländern wie China und Korea. Unsere Hotelgäste waren zu 90% Geschäftsleute und der kleinere Anteil hatte touristischem Hintergrund.

FLC: Wie lange war in der Regel die Aufenthaltsdauer?
1,5 Nächte, das entspricht der durchschnittlichen Verweildauer eines Geschäftsreisenden.

FLC: Was schätzen Ihre Übernachtungsgäste am meisten in ihrem Hotel?
Leffler: Unsere großzügigen Zimmer (Standardgröße 35 qm) mit komfortablen Wohngefühl sowie die traditionell chinesische Küche des Four Seasons Chamber und unseren freundlichen und zuvorkommenden Service.

FLC: Wie steht es um die authentische chinesische Kochkunst?
Leffler: Das Four Seasons Chamber wird sehr gut angenommen und überrascht jeden Gast äußerst positiv. Das Signature-Restaurant ist mit seiner authentisch chinesischen Küche das einzige in der Region.

FLC: Wo sehen Sie als General Manager einen Nachholbedarf?
Leffler: Im Bekanntheitsgrad unserer Marke „New Century“ und in der Resonanz für unser internationales „East Side Restaurant“ und dessen sonniger Terrasse direkt am Main.

FLC: Haben sich ihre Erwartungen - was die "Laufkundschaft" aus der Region angeht - allein bei der Verköstigung erfüllt?
Leffler: In Bezug auf unser traditionell chinesisches Restaurant ja. Trotz der Nähe zur Main-Promenade und dem Radweg mit hoher Laufkundschaft trauen sich oftmals Gäste nicht das Angebot unserer East-Side Terrasse und Restaurant anzunehmen. Die Hürde hierbei in einem Hotel einzukehren ist dabei noch zu hoch.

FLC: Sind weitere Aktionen in diesem Bereich geplant?
Leffler: Wir planen wieder ein stimmungsvolles Oktoberfest auf unserer Terrasse mit Festzelt, Live-Musik und Spanferkel am Rost. Vom 15.-18. September wird das zweite New Century Oktoberfest wieder eine super Gaudi und vor allem für Firmen, die ihre Mitarbeiter ausführen und ein gemeinsames unvergessliches Erlebnis fördern wollen, eine geeignete Veranstaltung in lockerer, legerer Atmosphäre. Darüber hinaus planen wir eine Chinesische Küchenparty im traditionell chinesischen Restaurant Four Seasons Chamber am 24. November mit offener Küche, direkten Kontakt zu den Köchen, viel gutem Essen und guter Live-Musik.

FLC: Wie hoch sind Ihre Erwartungen für das zweite Jahr?
Leffler: Eine weitere Steigerung der Bekanntheit am Markt und damit verbundener Belegung. Wir gehen von einer Zunahme von ca. 10% aus.

FLC: Wird es im zweiten Jahr in Deutschland oder Europa ein weiteres New Century Hotel geben?
Leffler: Nein, im zweiten Jahr noch nicht. Wohl aber sicherlich in den kommenden 5 Jahren, denn die New Century Tourism Group ist schon auf dem Weg neue Immobilien aufzukaufen.

FLC: Vielen Dank für das Gespräch.