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Celanese spendet 50.000 US-Dollar im Rhein-Main-Gebiet

Zu seinem 100-jährigen Geburtstag unterstützt das Chemieunternehmen Integrations- und Inklusionsprojekte bei Provadis, den Johannitern sowie Einrichtungen der Antoniushaus-Gruppe Hochheim.
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Die beiden Mitglieder der Celanese Geschäftsführung Jens Kurth (links, zudem Standortleiter des Celanese Commercial Center in Sulzbach) und Arno Rockmann (rechts, zudem Standortleiter von Celanese im Industriepark Höchst) überreichen die Jubiläumsspende an die Vertreter der ausgewählten Organisationen: v.l.n.r.: Stefan Erhard, Ausbildungsleiter Provadis, Martin Storch, Vertreter vom Sankt Vincenzstift in Rüdesheim sowie vom Antoniushaus Hochheim und Oliver Pitsch, Regionalvorstand der Johanniter.
Foto: Celanese

100 Jahre Erfolgsgeschichte – dieses Jubiläum nimmt Celanese zum Anlass, um verschiedene Erfolgsgeschichten auf der ganzen Welt Wirklichkeit werden zu lassen. Anlässlich seines runden Geburtstags möchte das US-Unternehmen durch die Celanese Foundation an 50 Standorten weltweit verschiedene soziale Einrichtungen mit Jubiläumsspenden in Höhe von insgesamt rund 400.000 US-Dollar unterstützen. Davon investiert das Unternehmen allein 50.000 US-Dollar in soziale Projekte im Rhein-Main-Gebiet, in unmittelbarer Nähe seines Produktionsstandortes Frankfurt-Höchst sowie des Commercial Centers in Sulzbach am Taunus.

„Gemeinsam mit den Johannitern Rhein-Main, unserer Partnereinrichtung im Bereich der Langzeitintegration von Flüchtlingen, möchten wir gerne in der ersten Jahreshälfte 2019 einen Spielplatz für die rund 100 Kinder der Rödelheimer Unterkunft bauen", verrät Dorothee Harre, Führungskraft im Celanese Vertriebsteam und gleichzeitig Leiterin der Celanese Integrations-Initiative Rhein-Main, die 2016 gegründet wurde.

Während in Rödelheim ein Kletterturm mit Rutsche entstehen soll, sind einige Kilometer weiter westlich beim Antoniushaus Hochheim sowie dem Sankt Vincenzstift in Rüdesheim gleich mehrere Projekte geplant. Die beiden Einrichtungen, in denen geistig, bzw. körperlich und mehrfachbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche wohnen und zur Schule gehen, möchten mit Hilfe von Celanese Spielplätze und Gartenanlagen verschönern sowie einen Barfußpfad anlegen.

„Zusätzlich würden wir gerne an unsere beiden Schulbesuche dieses Jahr im Antoniushaus anknüpfen und planen zwei weitere Experimentiertage für 2019, in denen wir Schüler der Einrichtung wieder mit in die Welt der Chemie sowie des Programmierens nehmen", freut sich Jenz Weinheimer, Produktionsplaner am Standort Sulzbach und Mitglied im Team der Celanese Foundation.

Den Großteil der Jubiläumsspende aus Dallas möchte Celanese im Rhein-Main-Gebiet nutzen, um einen Platz im „StartPlus Integration"-Programm von Provadis in Frankfurt-Höchst zu finanzieren. Das elfmonatige Programm bereitet seit 2016 jährlich neun bis zehn Flüchtlinge mit Aussicht auf ein dauerhaftes Bleiberecht auf eine Ausbildung in der deutschen Industrie vor. „Im Rahmen unseres Programms verbessern die Teilnehmer ihre Deutschkenntnisse, lernen die deutsche Arbeitskultur und ihre Werte kennen und nehmen an verschiedenen Praktika in Betrieben unter anderem im Industriepark Höchst teil", erklärt Noemi Stellbogen, die das Projekt als Diplom-Pädagogin betreut. Das Programm, das eigens von Provadis für Flüchtlinge entwickelt wurde, soll ein Gespür für das Konzept Ausbildung vermitteln und hier erste Grundlagen schaffen – mit dem klaren Ziel, jeden Teilnehmer danach in eine Ausbildung im Rhein-Main-Gebiet zu vermitteln.

Auch hier knüpft Celanese an eine bestehende Kooperation an. Überzeugt vom Provadis-Konzept fördert das Unternehmen bereits in diesem Jahr zwei Teilnehmer des Programms und unterstützt so Mussie Tareke, der vor vier Jahren aus Eritrea nach Deutschland kam und mit Hilfe von Provadis gerne Chemikant werde möchte. Mohammad Anwar Sabbagh aus Syrien dagegen nutzt den von Celanese gesponserten Platz, um sich auf seine Ausbildung als Elektroniker vorzubereiten: „Ich finde es gut, dass wir hier alles von Anfang an lernen und Einblicke in viele neue Bereiche bekommen."

Mit der Unterstützung von Projekten wie diesen möchte die Celanese Foundation durch die Jubiläumsspenden die unternehmensweite Kultur des sozialen Engagements noch weiter fördern. Die 2014 in Dallas, Texas, gegründete Non-Profit-Organisation konzentriert sich auf die drei Fokusbereiche Familie, Bildung sowie ein sicheres Umfeld zum Leben und Arbeiten. Getragen wird das soziale Engagement dabei vor allem durch die Mitarbeiter des Unternehmens: Diese haben seit 2013 rund 400.000 Stunden soziales Engagement geleistet.

Auch die anderen vier deutschen Celanese Standorte in Kaiserslautern und Oberhausen sowie Utzenfeld und Wehr im Schwarzwald erhalten insgesamt rund 9.000 US-Dollar, mit denen sie verschiedene Projekte für krebskranke Kinder und Eltern, ein Kinderheim sowie eine Schule umsetzen möchten. Im Rahmen der Jubiläumsspenden in Deutschland schafft die Förderung des Provadis-Programms in Frankfurt-Höchst eine ganz besondere Verbindung: So erfuhr Mohammad Anwar Sabbagh kürzlich im Gespräch mit seiner Familie, dass schon sein Urgroßvater für seinen Betrieb früher Farben bei der ehemaligen Hoechst AG kaufte – dort, wo sein Urenkel jetzt fleißig lernt.