CDU: Medizinisches Zukunftskonzept für die Kliniken erforderlich
Zu kurz gekommen sind dabei die medizinischen Aspekte kritisiert die CDU im Frankfurter Westen, die fordert, dass endlich ein umfassendes medizinisches Zukunftskonzept für den Klinik-Verbund erstellt wird.
„Seit Wochen wird insbesondere über die finanziellen Aspekte des Klinikverbundes gesprochen", kritisiert der Landtagsabgeordnete Uwe Serke, der auch Vorsitzender der CDU Arbeitsgemeinschaft West ist. Dazu passe auch, dass die Zuständigkeit für das Klinikum Höchst im Frankfurter Magistrat nun an die Kämmerei geht und nicht wie in den Jahren zuvor in das inhaltlich zuständige Gesundheitsdezernat. Die Klinik rein als wirtschaftliche Beteiligung der Stadt Frankfurt zu betrachten ist für Serke ein falsches Zeichen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ebenso, wie an die Patientinnen und Patienten. Wenn es nur darum ginge, neben den gesundheitspolitischen auch die wirtschaftlichen Aspekte stärker zu berücksichtigen, könne man als Stadt Frankfurt auch den Kämmerer neben der Gesundheitsdezernentin in den Aufsichtsrat entsenden - so, wie es schon in der Vergangenheit der Fall war.
„Ein Krankenhaus muss in erster Linie die bestmögliche medizinische Versorgung für die Menschen sicherstellen und kann nicht allein nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten geführt werden“, betont Serke.
Er begrüßt die nun erfolgte Ankündigung eines umfassenden Konzepts und hofft, dass dabei insbesondere auch die medizinischen Aspekte betrachtet werden. „Leider hörte man bisher kaum etwas darüber, wie der Klinikverbund medizinisch in die Zukunft geführt werden soll, beispielsweise auch dahingehend, welche Zentren an welchem Standort bestehen sollen oder wie das Zusammenwirken und die Vernetzung der Standorte verbessert werden kann. Nun soll ein Papier bis Mitte September vorliegen und wir sind sehr gespannt darauf, ob diese Aspekte hier ausreichend berücksichtigt werden“, so Serke, der in diesem Zusammenhang die Frage stellt, ob bei der Entwicklung des Konzepts nicht eine aktive Beteiligung aus der Ärzteschaft und der Pflege sinnvoll sein könne, um deren Expertise einzubinden. Für ihn ist klar, dass der Verbund durch ein forciertes Miteinander – auf medizinischer, personeller und wirtschaftlicher Ebene – seine Stärke beweisen, seine Position ausbauen und seine Zukunft sichern könne.
„Die CDU im Frankfurter Westen wird die Entwicklung des Varisano-Klinikverbunds und insbesondere des Klinikums Höchst als Maximalversorger in kommunaler Verantwortung weiterhin unterstützen, damit eine optimale medizinische Versorgung der Menschen in den westlichen Stadtteilen und im Main-Taunus-Kreis gewährleistet bleibt und der Klinikverbund mit Zuversicht in die Zukunft blicken kann.“
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