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Letzte Aktualisierung: 31.05.2020

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CDU macht Druck wegen Bahnübergang

Martin Daum: „Wir erwarten einen gründlichen Bericht!“

von Norbert Dörholt

(18.05.2020) Der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Frankfurter Römer, Martin Daum, hat den Verkehrsdezernenten Klaus Oesterling aufgefordert, dem Verkehrsausschusses der Stadtverordnetenversammlung am 26. Mai einen gründlichen Sachstandsbericht zu dem Projekt einer Bahnunterführung anstelle des Bahnübergangs Oeserstraße in Frankfurt am Main-Nied zu geben.

Daum begründete seinen Antrag mit den Worten:„Der tödliche Unfall dort hat auf schreckliche Weise nochmals verdeutlich, wie gefährlich dieser Bahnübergang für Verkehrsteilnehmer ist. Wut und Frust an diesem Kreuzungspunkt steigen. Die Bürgerinnen und Bürger verstehen nicht, warum die Planungen im Schneckentempo laufen. Die endlosen Rückstaus mit Wartezeiten von im Berufsverkehr bis zu 20 Minuten, die immer wieder gefährlichen Lkw-Manöver beim Schließen der Schranken und jetzt auch noch ein Todesopfer sprechen eine eindeutige Sprache: Es ist endlich Zeit zu handeln! Diese unendliche Geschichte muss jetzt auf städtischer Seite mit ständiger Priorität behandelt werden“.

Die Stadt habe nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz ein Drittel der Kosten für den Bau der Unterführung zu tragen. „Wir müssen jetzt den Druck auf die Bahn erhöhen“, so Daum, der es deswegen für erforderlich hält, dass der zuständige Stadtrat den Stadtverordneten den aktuellen Zeitplan erläutert.

Oesterling solle auch Möglichkeiten darstellen, wie die Vorlage der Entwurfsplanung und die anschließende Genehmigungsphase von angeblich drei Jahren bis zum Baubeginn beschleunigt werden können. „Aus diesem Grund würden wir es sehr begrüßen, wenn auch ein Vertreter der Bahn an der Sitzung des Verkehrsausschusses teilnehmen würde“, so Daum.

Die CDU-Fraktion wolle wissen, warum die DB-Planungen zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs so lange dauern, nachdem die grundsätzliche Entscheidung auf Seiten der Stadt schon 2005 gefallen sei, die anteilige Finanzierung sicherzustellen.

„Es handelt sich hier nicht um einen untergeordneten Bahnüberweg, den gelegentlich ein gemütlicher Schienenbus passiert. Mit über 200 Zügen am Tag ist es der am stärksten befahrene Übergang der Deutschen Bahn in Frankfurt am Main. Spätestens jetzt muss das Projekt bei der Bahn und bei der Stadt wirklich vorrangig sein“, so der Verkehrspolitiker.