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CDU-Fraktion Frankfurt fordert mehr Tempo

Die U-Bahn-Lücke zwischen Ginnheim und Bundesbank

Der verkehrspolitische Sprecher der Frankfurter CDU-Fraktion, Frank Nagel, hat den Magistrat aufgefordert, die Planung für den U-Bahn-Lückenschluss zwischen Bockenheim und Ginnheim schnell voranzutreiben und da, wo es möglich ist, mit konkreten Schritten zu beginnen. „Zögern ist bei diesem Projekt fatal. Der Lückenschluss ist sowohl für die Mobilität in Frankfurt als auch die Entlastung der U-Bahn entlang der Eschersheimer Landstraße dringend nötig", sagte er.

Daher müsse es jetzt parallel zu den notwendigen Prüfungen im Bereich Grüneburgpark mit konkreten Planungen in anderen Teilabschnitten losgehen. Die Machbarkeitsstudie hat zwei grundsätzlich sinnvolle Varianten (1a bzw. 1d über Botanischer Garten) aufgezeigt sowie Variante 3i (Führung über Campus Westend) als besonders überzeugend dargestellt. Hier werden seit über einem Jahr die Auswirkungen einer Tunnelröhre unter Grüneburgpark und Palmengarten betrachtet.

„Das ist zweifellos ein notwendiger Schritt, um eine deutliche Beeinträchtigung dieser wichtigen Naturräume auszuschließen“, sagt der Stadtverordnete und fügt hinzu: „Andere Streckenabschnitte sind jedoch unstrittig und können zweifellos bis zur Umsetzungsreife planerisch vorgezogen werden. Zum Beispiel solche, in denen zwar noch örtlich wichtige, die Detailplanung betreffende Entscheidungen getroffen werden müssen, aber keine für die gesamte Streckenführung grundlegenden Varianten mehr diskutiert werden. Dies betrifft den Bereich zwischen Ginnheim und Bundesbank, beispielsweise in der Frage einer Stadtbahnführung mit oder ohne Hochstraße. Auch der Anschluss an das Bestandsbauwerk in der Bockenheimer Warte kann bereits ins Planverfahren.“

Der Verkehrspolitiker verweist darauf, dass sonst die Chance versäumt werde, Zeit zu gewinnen und das Projekt seiner Bedeutung gemäß zu beschleunigen: „Bedenkt man, dass zu Beginn des Frankfurter U-Bahnbaus vom Grundsatzbeschluss bis zum ersten Rammschlag unter der Eschersheimer Landstraße vor ziemlich genau 60 Jahren, nämlich am 28. Juni 1963, keine zwei Jahre vergangen sind, müssen wir bei solchen Großprojekten im Infrastrukturbereich einfach wieder schneller werden.“

Es sei klar, dass heute mehr als früher Interessen der Öffentlichkeit und des Naturschutzes gewahrt werden müssten, aber „von der Idee bis zur Inbetriebnahme dauert es einfach zu lange! Wir leben immer mehr von der Substanz unserer Verkehrsanlagen. Jeder Tag, mit dem sich die Inbetriebnahme der Verbindung Bockenheimer Warte-Ginnheim verzögert, ist für Frankfurt ein großer Nachteil.“