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Letzte Aktualisierung: 04.03.2024

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CDU befürwortet Bau einer Behelfsbrücke in Griesheim

von Ilse Romahn

(06.02.2024) Die CDU-Fraktion im Ortsbeirat 6 – Frankfurter Westen - unterstützt den Bau einer Behelfsbrücke in Griesheim während der voraussichtlich 7-monatigen Bauphase der östlichen Unterführung am Griesheimer Bahnhof.

Da in dieser Zeit die Unterführung gesperrt sein wird, bliebe für die Griesheimer der Bahnübergang in der Elektronstraße die einzige Verbindung zwischen den nördlich und südlich der Bahnlinie befindlichen Teilen Griesheims.

„Und diese 7 Monate wären für die Griesheimer Bürger eine große Belastung“, meint Markus Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU im OBR 6. Dabei ist nicht nur der Umweg von rund 1 100 m von Belang, sondern auch die nicht vorhersehbare Schließzeit der Bahnschranken, die von einigen Minuten bis zu 19 Minuten und mehr betrage. „So wird die Überwindung der Bahnlinie zur Lotterie, auch für die Nutzer der als Alternative vorgesehenen Buslinie 89“, so Markus Wagner wörtlich. Schlimm genug, dass bislang von der grün-roten Stadtregierung der Bau einer Behelfsbrücke zumindest für Fußgänger noch nicht einmal als Planung beauftragt sei. Stattdessen befasse man sich dort wie Verkehrsdezernent Wolfgang Siefert auf der letzten Ortsbeiratssitzung in Griesheim erklärte mit der Prüfung von Varianten für Unterführung, Überführung, Omegabrücke dort oder woanders oder auch gar keine Brücke für Autoverkehr mehr. Bei den Bahnbaumaßnahmen im Nordosten Frankfurts und in Bad Vilbel könne man sehen, dass und wie es möglich ist die Folgen der Bauzeit zu mildern.

Sehr wertvoll ist eine aktuelle Datenanalyse seines Nieder CDU-Fraktionskollegen Tobias Fechler, der den 24-stündigen Zugverkehr an der Elektronstraße an 2 Tagen in der letzten Woche analysiert hat. Seine Ergebnisse lassen aufhorchen, zeigen sie enorm lange Schließzeiten am Bahnübergang.

„Die Schranken in der Elektronstraße sind während 24 Stunden in Summe 56% der gesamten Zeit geschlossen“, sagt Tobias Fechler, der schon die Schließzeiten der Schranke am Bahnübergang in Nied im Mai 2020 analysiert hatte. Besonders belastend sei laut Tobias Fechler die Zeit von 5 – 8 Uhr morgens, bei der die Schranken in Griesheim insgesamt 75% der Zeit in Summe geschlossen seien. „Auch in den Stunden der Rush-Hour am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr ist der Bahnübergang zu zwei Dritteln der Zeit geschossen“, beschreibt er in seiner Analyse, die im Detail auf der Homepage der CDU Nied abrufbar ist (www.cdu-nied.de).

 „Die Zahlen belegen einen großen Leidensdruck bei den Griesheimern ab Sommer dieses Jahres, dem sich die Stadt und die Bahn nicht entziehen dürfen. Schnelles und zielführendes Handeln für eine Befehlsbrücke sind nun angesagt,“ fordert CDU-Fraktionsvorsitzender Markus Wagner.  (mw)