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Letzte Aktualisierung: 01.12.2023

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Bundesbauministerin Geywitz besucht Projekte in Frankfurt

von Ilse Romahn

(21.11.2023) Trotz Baukrise schreiten Wohn- und Bauprojekte in Frankfurt am Main weiter voran. Davon konnte sich am Montag, 20. November, Bundesbauministerin Klara Geywitz überzeugen.

Nach dem Richtfest auf einzelnen Baufeldern im Oktober auf dem Schönhof-Viertel ist nun auch die Baugenehmigung für die erste Hybrid-Schule Hessens erteilt. „Die Hybrid-Schule im Schönhof-Viertel ist für uns ein Modellprojekt. Durch das vertikale Vereinen von Schule und Wohnen können wir auf wenig Raum dem Bedarf nach Schulen nachkommen und gleichzeitig Wohnraum schaffen“, betont Planungsdezernent Marcus Gwechenberger.

„Die hier entstehende Schule wird zu einem integrativen Bestandteil des Schönhof-Viertels. Dadurch entsteht ein Lern- und Lebensort, der sich zum Stadtteil öffnet und vielfältige Kooperationen zulässt. Auch das ‚Grüne Klassenzimmer‘, das angrenzend an die Parkanlage entsteht, unterstreicht den Modellcharakter des Projekts“, hebt Bau- und Bildungsdezernentin Sylvia Weber hervor.

Neben der Besonderheit der Hybrid-Schule ist auf diesem Bauabschnitt G besonders der hohe Anteil geförderter Wohnungen auf dem Baufeld C1, der hier realisiert wird, hervorzuheben. Auf Baufeld C1 entstehen insgesamt 100 Wohnungen, davon 53 im Förderweg 1 und 31 in Förderweg 2. Alle Wohnungen sind über Aufzüge barrierefrei erreichbar und verfügen über Balkone/Loggien. Das Land Hessen und die Stadt Frankfurt bewilligten knapp 20 Millionen Euro Fördermittel für die Realisierung dieser Wohnungen. Dementsprechend können Mieten zwischen 5,50 Euro und 10,50 Euro pro Quadratmeter – deutlich unter Neubauniveau – angeboten werden.

Nach dem Baustellenbesuch war die Delegation bei einem bereits bezogenen Projekt zu Gast, der neuesten Fertigstellung eines Mehrparteienhauses der Wohnbaugenossenschaft Frankfurt (WBG). Hier überzeugte sich Ministerin Geywitz von den Qualitäten des gemeinschaftlichen Wohnens. In sehr zentraler Lage baute die WBG ein Neunparteienhaus mit äußert flächensparsamen Grundrissen und einem hohen energetischen Standard. Das Objekt ist in Holzskelettbauweise mit Frankfurt-Aktivhaus-Standard realisiert. Im Erdgeschoss wurde eine behindertengerechte Wohnung nach dem ersten Förderweg konzipiert.

„Es ist schön zu sehen, dass in diesen schwierigen Zeiten solche innovativen Projekte fertiggestellt werden. Der genossenschaftliche Wohnungsbau ist ein wichtiger Baustein für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. An diesem Projekt sehen wir, wie Partizipation und Innovation im Wohnungsbau verbunden werden können“, lobt Bundesbauministerin Geywitz das Projekt.

Am 1. November ist die Gruppe „Gemeinsam Suffizient Leben“ in den Neubau an der Friedberger Landstraße eingezogen. Die Wohngruppe möchte mit dem Projekt einen Ort der Begegnung schaffen, der ein soziales Zusammenleben für die Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht. Das Projekt ist eines der ersten Konzeptverfahren der Stadt.
 
Der Besuch der zwei Frankfurter Projekte fand im Rahmen des FFin-Kongress an der Frankfurt University of Applied Science statt. Nach einem Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis und Impulsen für eine zukünftige nachhaltige Energiewende begrüßte Planungsdezernent Gwechenberger die Teilnehmenden mit einem Vortrag unter dem Titel „Energie für die Zukunft“. Der Gastvortrag „Zukunft der Städte – Zukunft des Bauens“ von Bundesbauministerin Geywitz sowie die anschließende Podiumsdiskussion rundeten die Tagung ab. (ffm)