Bürgermedaille für verdiente Bürger
Oberbürgermeister Mike Josef und Stadtverordnetenvorsteherin Claudia Korenke haben vier Bürgermedaillen der Stadt Frankfurt verliehen. In einer Feierstunde im Kaisersaal des Römers wurden Waltraud Hofmann, Rainer Häusler, Anita Schwarz und Ernst Schwarz ausgezeichnet.
Foto: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Andreas Varnhorn
Mit der Bürgermedaille werden jährlich bis zu fünf ehrenamtlich in Frankfurter Vereinen und Institutionen Tätige geehrt, die einen herausragenden Beitrag zum Gemeinwohl geleistet oder sich über viele Jahre hinweg in besonderer Weise in der Vereinsarbeit engagiert haben.
Es seien Menschen, „die Verantwortung übernehmen“, sagte Oberbürgermeister Josef. Sie würden ihre Zeit, ihre Erfahrung und ihre Kraft oftmals über viele Jahre hinweg für andere einsetzen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. „Ehrenamt schafft Gemeinschaft“, sagte er weiter. „Es bringt Menschen zusammen, baut Brücken und stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadt. Und Frankfurt wäre ohne dieses Engagement eine andere Stadt.“
„Die vier Ausgezeichneten haben unsere Stadt und ihren Menschen auf sehr unterschiedliche Weise über viele Jahre unterstützt, das ist Bürgersinn im besten Sinne“, sagte Stadtverordnetenvorstehern Claudia Korenke. Frankfurt dürfe sich glücklich schätzen, ehrenamtlich Engagierte zu haben, die der Arbeit für das Gemeinwohl eine solch zentrale Rolle in ihrem Leben einräumten, sagte Korenke.
Die Geehrten
Waltraud Hofmann hat bereits 2019 den Ehrenbrief des Landes Hessen für 55 Jahre ehrenamtliche Tätigkeiten erhalten. Neben ihren Funktionen und Tätigkeiten unter anderem im Verband Frankfurter Frauen für Kultur und Bildung und dem Deutschen Sozialwerk war sie bis vor einigen Jahren ehrenamtliche Mitarbeiterin im Pflegeheim Oberin Martha Keller-Haus. Karin Reuter hielt die Laudatio für Waltraud Hofmann.
Rainer Häusler ist seit 1977 Mitglied im Arbeiter-Samariter-Bund, bis 1995 war er Aktiver im Rettungsdienst. Neben seinem Engagement im 1. Frankfurter Theater- und Karneval-Club 1898 ist Häusler seit 1995 Mitglied bei der Frankfurter Tafel – zunächst als Unterstützer, dann als erster Vorsitzender und zusätzlich ist er seit 2021 Ausbilder. Die Laudatio für Rainer Häusler hielt Ludwig Loos.
Anita Schwarz setzt sich für Gleichberechtigung und gegen Antisemitismus ein. Als Nachfahrin einer Holocaust-Überlebenden engagiert sie sich durch öffentliche Reden unter anderem im Bundestag, bei Schulprojekten oder Seminaren in Deutschland gegen das Vergessen und begleitet zudem Gruppen an Gedenkstätten in Polen. Dabei holt die Kürschnermeisterin die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Natürlichkeit ab und bewegt sie.
Ernst Schwarz wurde 2016 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet. Er setzt sich für die Stadtteile ein und stärkt mit seinem ehrenamtlichen Einsatz das Image der Stadt Frankfurt. Der Kürschnermeister ist neben weiterem Engagement seit 2013 im Vorstand des Dachverbands Frankfurter Gewerbevereine sowie seit 2019 Mitglied im IHK-Einzelhandelsausschuss. Benjamin Graumann sprach die Laudatio für Anita und Ernst Schwarz. (ffm)
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