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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Budget für Bildungsprojekte voll ausgeschöpft

Stadtrat Schneider würdigt die umfangreiche Bautätigkeit des Jahres 2019

von Ilse Romahn

(30.12.2019) Eine positive Jahresbilanz zieht Stadtrat Jan Schneider bei den vom Amt für Bau und Immobilien (ABI) verantworteten Bauprojekten.

Jan Schneider in der frisch sanierten Elisabethenschule
Foto: Stadt Frankfurt / Salome Roessler
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„Vor allem beim Schulbau wurde ein gewaltiges Volumen gestemmt“, sagt der Dezernent für Bau und Immobilien. Dabei wurde das zur Verfügung stehende Budget voll ausgeschöpft. „Insgesamt hat die Stadt Frankfurt am Main im Bereich Bildung rund 160 Millionen Euro investiert“, führt Schneider aus. „Diese Summe liegt sogar zwei Prozent über dem veranschlagten Ansatz. Im Gegensatz zu früheren Jahren bleiben keine Haushaltsreste übrig. Damit haben wir den Auftrag, den uns die Stadtverordneten mit der Verabschiedung des Haushalts gegeben haben, voll erfüllt.“ Nach Ansicht Schneiders zeigt sich daran die Leistungsfähigkeit des 2017 neu gegründeten ABI. Wurden 2017 noch 95 Millionen Euro für Investitionen im Bildungsbereich ausgegeben, waren es 2019 bereits fast 70 Prozent mehr. Für 2020 sind im Haushaltsentwurf sogar 175 Millionen Euro eingeplant.

„Wir stehen vor einer gewaltigen Herausforderung“, sagt der Baudezernent. „Bis zum kommenden Frühjahr wird Frankfurt auf 760.000 Einwohner wachsen. Auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigt kräftig. Wir müssen deshalb jedes Jahr im Schnitt zusätzlichen Platz für fast 2000 Schülerinnen und Schüler schaffen und etwa zwei neue Schulen bauen, gleichzeitig aber auch einen enormen Sanierungsstau abarbeiten.“ Aus finanziellen und personellen Gründen könnten nicht alle Anforderungen der Schulen sofort erfüllt werden. „Mit der Reform des Hochbau- und Liegenschaftsmanagements sind wir aber auf einem guten Weg.“ Schneider betont auch, dass das ABI seine Aufgaben nur mit einer ausreichenden Ausstattung mit Personal und Finanzen bewältigen könne.

„2019 wurden, zum Teil unter großem Zeitdruck, einige wichtige Projekte fertiggestellt“, sagt Schneider. „Wo es nötig ist, realisieren wir schnell modulare Bauten für den kurzfristigen Bedarf. Aber wir errichten auch hochwertige Massivbauten, mit denen die Schulen viele Jahrzehnte Freude haben werden. Es ist mir besonders wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler in einer guten Atmosphäre lernen können.“

Unter anderem wurden 2019 folgende Projekte abgeschlossen:
• Zu Beginn des Schuljahres hat im ersten Bauabschnitt des Schulcampus Westend das Adorno-Gymnasium den Betrieb aufgenommen. Die Holzhausenschule wird im kommenden Jahr den Ostflügel der weltgrößten in Holzmodulbauweise errichteten Schule beziehen. Das Übergangsquartier bietet Platz für mehr als 2000 Schülerinnen und Schüler. Rund 55 Millionen Euro werden investiert.

• Mehrere Projekte wurden 2019 auf dem Riedberg vollendet, einem der am stärksten wachsenden Stadtteile: Innerhalb kürzester Zeit wurde ein Übergangsquartier in Stahlmodulen für die Grundschule Riedberg III errichtet. Erweiterungsbauten mit Stahl- sowie Holzmodulen erhielten die Grundschule Riedberg und die Marie-Curie-Schule. Die IGS Kalbach-Riedberg konnte den zweiten Bauabschnitt ihres Übergangsquartiers beziehen. Insgesamt hat die Stadt Frankfurt am Main auf dem Riedberg in jüngster Zeit rund 21 Millionen Euro in die Schulen investiert. Außerdem wurde mit dem Bau des endgültigen Gebäudes der IGS Kalbach-Riedberg begonnen, das rund 47 Millionen Euro kosten wird.

• Im Mainfeld (Niederrad) ist innerhalb kurzer Zeit ein neues Gebäude in flexibler Holztafelbauweise für die KGS Niederrad entstanden. Investiert wurden hier rund 30 Millionen Euro.

• Rund 20 Millionen Euro kostete die im Frühjahr fertiggestellte Berkersheimer Schule. Seit dem Beginn des neuen Schuljahrs werden dort rund 300 Grundschüler unterrichtet.

• Die Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen ist fertig und wird Anfang 2020 bezogen. Rund 24 Millionen Euro hat der Bau gekostet.

• Abgeschlossen wurde die insgesamt rund 36 Millionen Euro teure Sanierung der Elisabethenschule im Nordend.

Im kommenden Jahr stehen weitere Fertigstellungen an. So werden zum Beispiel die sanierte Mühlbergschule und der Neubau der Henri-Dunant-Schule in Betrieb gehen.

Eine Reihe von Bauprojekten betreut das ABI auch als Dienstleister für andere städtische Ämter. Einige Beispiele:

• Die neue Pinguin-Anlage im Zoo wurde im Mai eröffnet. Auf einem fast 2000 Quadratmeter großen Areal ist ein neuer attraktiver Besucherbereich mit hoher Erlebnis- und Aufenthaltsqualität entstanden.

• Im Palmengarten wird derzeit ein rund 800 Quadratmater großes Ensemble aus Glashäusern errichtet. Anfang 2021 soll das neue Blüten- und Schmetterlingshaus eröffnet werden.

• Die grunderneuerte Trauerhalle Zeilsheim wurde im Oktober fertiggestellt.

• Bei den Kirchen wurden die Sanierungsarbeiten in St. Leonhard und in der Liebfrauenkirche beendet. Wichtige Abschnitte wurden auch bei der Sanierung des Doms abgeschlossen.

„Das gewaltige Bauvolumen ist nur dank sehr engagierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im ABI und der Unterstützung weiterer Ämter möglich“, betont Schneider. „Nur mit einer gut aufgestellten Stadtverwaltung werden wir die Aufgaben, die das anhaltende Wachstum der Stadt mit sich bringt, auch in den kommenden Jahren bewältigen.“ (ffm)