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Letzte Aktualisierung: 09.12.2022

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Buchpremiere mit Jörg Bong zu „Die Flamme der Freiheit“ bei der Lesungsreihe „Frankfurter Premieren“

von Ilse Romahn

(28.09.2022) Die vom Kulturamt organisierte Lesungsreihe „Frankfurter Premieren“ stellt neue Bücher mit Frankfurt-Bezug vor. Am Freitag, 7. Oktober, spricht der Frankfurter Schriftsteller Jörg Bong über den ersten Teil seiner auf drei Bände angelegten Geschichte der Revolution von 1848: „Die Flamme der Freiheit“, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.

Jörg Bong
Foto: Véronique Brod
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Die Veranstaltung wird moderiert von Margarete von Schwarzkopf und findet in der Historischen Villa Metzler, Schaumainkai 17, um 19 Uhr statt.
 
In Deutschland wurde die moderne Demokratie 1848 geboren. Symbol der mit ihr verbundenen Hoffnungen auf freie und gleiche Wahlen in einem geeinten Land war die Paulskirche in Frankfurt. Hier tagte die erste deutsche Nationalversammlung, hier tobte der Kampf zwischen Monarchisten, Liberalen und Republikanern um die Zukunft des deutschen Reichs. Ein Kampf, entzündet durch den revolutionären Funken, den die Februarrevolution 1848 in Paris ausgelöst hatte. Anders als 1789 gab es nun auch jenseits des Rheins überzeugte Demokratinnen und Demokraten, die für die Abschaffung der Monarchie kämpften. Gegner einer Republik aber waren nicht nur die Monarchisten, sondern auch viele Liberale.
 
Dies ist eine der Erkenntnisse der auf drei Bände angelegten Geschichte der Märzrevolution, deren erster Teil unter dem Titel „Die Flamme der Freiheit. Die deutsche Revolution 1848/1849“ nun vorliegt. Ein Glücksfall, dass der Frankfurter Schriftsteller und langjährige Verleger des S. Fischer Verlages, Jörg Bong, derart tief in diese Schlüsseljahre der deutschen Geschichte eingedrungen ist und sie auf dem aktuellen Stand der Forschung neu einordnet. Das Buch des virtuosen Stilisten und glühenden Verfechters der Demokratie kommt ganz zur rechten Zeit; kurz vor einem Jubiläumsjahr, das genutzt werden sollte, um an den Idealismus, die Hoffnungen und den Mut zu erinnern, den es einst kostete, sich für Freiheit und Gleichheit einzusetzen. Was heute so selbstverständlich scheint, hat 1848 die Herzen von Männern und Frauen in ganz Deutschland entflammt – und dies bis zum Einsatz ihrer Leben. Bong stellt dieses Buch in Frankfurt das erste Mal der Öffentlichkeit vor.
 
Bong ist promovierter Literaturwissenschaftler, Autor und freier Publizist. Bis 2019 war er Verleger des S. Fischer Verlags. Unter dem Namen Jean-Luc Bannalec veröffentlicht Bong zahlreiche erfolgreiche Kriminalromane. Zuletzt hat er mit Marion Ackermann, Gesine Schwan und Carsten Brosda das Buch „Kann das wirklich weg? 57 Interventionen für die Kultur“, erschienen im Ch. Links Verlag, herausgegeben.
 
Margarete von Schwarzkopf ist Journalistin, Autorin und Moderatorin. Im September 2022 erscheint ihr Kriminalroman „Das Geheimnis des dunklen Hauses“ (Emons). 
 
Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung per E-Mail an kulturportal@stadt-frankfurt.de ist erforderlich. Das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes oder einer FFP2-Maske im Haus wird empfohlen.

Bei der Buchvorstellung handelt es sich um eine Veranstaltung des Kulturamts in Kooperation mit dem Kunstgewerbeverein in Frankfurt am Main. (ffm)


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