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Letzte Aktualisierung: 21.01.2021

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Brötchentüten für mehr Respekt

Kampagne ‚Frankfurt zeigt Respekt. Für alle Helfenden. Jeden Tag‘

von Ilse Romahn

(14.01.2021) Der Frankfurter Präventionsrat hat mit Bäckermeister und Inhaber von „Der Bäcker Eifler“, Gerhard Eifler, einen vorbildlichen und engagierten Mitstreiter für seine Kampagne „Frankfurt zeigt Respekt“ gefunden. Alle Kundinnen und Kunden der Bäckereikette Eifler erhalten seit Montag, 11. Januar, bis Sonntag, 21. Februar, ihre Backwaren in Brötchentüten, auf der eine Polizistin und der Slogan „Frankfurt zeigt Respekt. Für alle Helfenden. Jeden Tag. MACHT ALLE MIT!“ abgebildet ist. Die Auflage dieser besonderen Brötchentüten beträgt 360.000 Stück.

Von links: Klaus-Dieter Strittmatter, Leiter der Geschäftsstelle des Präventionsrat Frankfurt, Peter Brustmann, Abteilungsdirektor Einsatz beim Polizeipräsidium Frankfurt, Gerhard Eifler, Bäckermeister und Inhaber der Bäckereikette „Der Bäcker Eifler“
Foto: Stadt Frankfurt
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Das Motiv ist eines von dreien Motiven, die jeweils in flächigen Farben stellvertretend Helferinnen und Helfer der Polizei, der Feuerwehr und der Rettungsdienste zeigen. Mit der dazu gehörenden Plakataktion ruft der Frankfurter Präventionsrat zu mehr Respekt gegenüber denjenigen auf, die täglich für unsere Sicherheit und Gesundheit sorgen.

Zu der Initiative des Präventionsrats gehören auch das Polizeipräsidium Frankfurt, die Frankfurter Stadtpolizei, die Branddirektion Frankfurt, der Arbeiter-Samariter-Bund Frankfurt, das Deutsche Rote Kreuz Frankfurt, die Johanniter-Unfall-Hilfe Rhein-Main und der Malteser Hilfsdienst Frankfurt. Anlass für die Plakataktion waren zunehmende Berichte der Helferinnen und Helfer, dass sie bei ihren Einsätzen von am jeweiligen Einsatzort Anwesenden teils aggressiv und beleidigend angegangen oder sogar behindert wurden.

Seit 2016 tritt der Frankfurter Präventionsrat mit der Kampagne „Frankfurt zeigt Respekt. Für jeden Menschen. Jeden Tag“ dem tendenziellen Rückgang von Respekt im alltäglichen Miteinander entgegen. In der ersten Plakatreihe sind acht typenhafte Frauen und Männer zu sehen, die stellvertretend häufige Vorurteile wie unterschiedliche Hautfarbe, Alter, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, körperliche Beeinträchtigung oder Religion aufgreifen. Durch provokative Fragen und Aussagen wie „Ich helfe gerne, aber muss ich mich dafür beleidigen lassen?“ werden die Betrachter zum Nachdenken anregt.

„Gegenseitiger Respekt ist die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben in unserer Gesellschaft“, davon sind Sicherheitsdezernent Markus Frank, Polizeieinsatzabteilungsdirektor Peter Brustmann und Bäckereimeister Gerhard Eifler einvernehmlich überzeugt.

Auch eine vom Präventionsrat initiierte Onlineumfrage ergab, dass 98,7 Prozent der rund 730 Befragten Respekt für unverzichtbar halten. Im Alltag sieht das allerdings anders aus: Mehr als die Hälfte der Befragten fühlten sich schon einmal respektlos behandelt.

Alle elf Plakate der Kampagne sind bei der Geschäftsstelle des Frankfurter Präventionsrats erhältlich, die Brötchentüten noch bis 21. Februar in allen Bäcker Eifler-Filialen.

Kontakt zur Geschäftsstelle des Präventionsrats gibt es unter Telefon (069)21235443 und per E-Mail praeventionsrat@stadt-frankfurt.de

Alle 11 Plakate sind unter https://www.gewalt-sehen-helfen.de/de/plakatserie-respekt_8099.html im Internet zu sehen. (ffm)