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Letzte Aktualisierung: 23.10.2020

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Blut- und Lymphdrüsenkrebs sicher behandeln

Klinikum F-Höchst als Zentrum für hämatologische Neoplasien von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert

von Ilse Romahn

(09.10.2020) Das Klinikum Frankfurt Höchst ist erstmals als Zentrum für hämatologische Neoplasien zur Behandlung von Patienten mit Blut- und Lymphdrüsenkrebs sowie Leukämien von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Das Zentrum ist Teil des Onkologischen Zentrums.

Stolz präsentiert Dr. Felicitas Scholten, Leiterin des Zentrums für Hämatologische Neoplasien, das neue Zertifikat der DKG gemeinsam mit Prof. Dr. med. Hans-Günter Derigs (r.i.B.), Chefarzt der Klinik für Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin, sowie Zentrumskoordinatorin Katharina Holst (l.i.B.)
Foto: Klinikum Frankfurt-Höchst
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Es arbeitet interdisziplinär, um jedem Patienten individuell und nach neuestem Stand der Wissenschaft die bestmögliche Therapie anbieten zu können. 

Unter „Blutkrebs“ werden bösartige Neubildungen des blutbildenden Systems zusammengefasst: dazu gehören Leukämien und deren Vorstufen, Lymphome und Myelome. Die Behandlung erstreckt sich oft über einen langen Zeitraum und erfordert eine hohe Expertise des Behandlers. „Unser Ziel ist eine individuelle Festlegung des Therapieplans für den Patienten, so dass die Wirksamkeit der jeweiligen Therapie sichergestellt ist und gleichzeitig Nebenwirkungen beherrschbar sind“, unterstreicht Dr. med. Felicitas Scholten, Leiterin des Zentrums für hämatologische Neoplasien. Gerade die medikamentöse Therapie spiele in der Behandlung von Blutkrebserkrankungen die  wesentliche Rolle. Stammzelltransplantationen und die Strahlentherapie ergänzen die Behandlung. Die optimale Therapie erfordert eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche bereits bei der Diagnosestellung und ist daher nur in spezialisierten Zentren mit entsprechender Erfahrung möglich. Zu den Kriterien für das Zertifikat gehört neben den Experten „vor Ort“ auch  ein qualitätsüberprüftes Netzwerk, in dem die gesamte Behandlungskette abgebildet ist. Hier besteht auch eine enge Zusammenarbeit mit der Universitätsklinik Frankfurt und dem Bethanienkrankenhaus Frankfurt im Rahmen der Stammzelltransplantation.

Die enge Kooperation aller beteiligten Spezialisten trägt zum Therapieerfolg bei. Diese fächerübergreifende, vernetzte Zusammenarbeit der Experten zeichnet das zertifizierte Onkologische Zentrum am Klinikum Frankfurt Höchst aus: Hand in Hand arbeiten die verschiedenen Kliniken, Institute und auch externe Partner, um ein ganzheitliches Versorgungsnetzwerk für die Patienten anbieten zu können. So ist sichergestellt, dass die Patienten von der Diagnose über die Behandlung, stationär und ambulant, bis zur Nachsorge bestmöglich versorgt werden. Sichtbar ist die Zusammenarbeit des Netzwerks beispielsweise in den interdisziplinären Tumorkonferenzen, in denen die Patienten vorgestellt und mit allen Behandlungspartnern besprochen werden. Martin Menger, Vorsitzender der Geschäftsführung, freut sich über diesen Erfolg. „Das Siegel der DKG ist für uns Auszeichnung und Nachweis der hohen Versorgungsqualität zugleich. Mit dieser Zertifizierung haben wir einen weiteren Meilenstein in der Behandlung von Krebspatienten der Region erlangt.“

Über das Onkologische Zentrum (DKG)
Unter dem Dach des von der DKG zertifizierten Onkologischen Zentrums des Klinikums Frankfurt Höchst werden Patienten mit Darm-, Brust-, Pankreaskrebs, gynäkologischen Tumoren sowie Sarkomen bereits seit langem in zertifizieren Organkrebszentren behandelt. Darüber hinaus besteht eine hohe Expertise in der Behandlung anderer Tumorentitäten wie z.B. Prostatakarzinomen, Tumoren des Kopf-Hals-Bereichs, neuroonkologischer und hämatoonkologischer Erkrankungen. Speziell ausgebildete Psychoonkologen sowie Seelsorger helfen Betroffenen sowie Angehörigen dabei, die psychische und soziale Belastung zu bewältigen. Dazu gehört auch eine diagnosebezogene Ernährungsberatung. Um Betroffenen die Orientierung bei der onkologischer Versorgung zu erleichtern, hat die DKG Qualitätsvorgaben für die Behandlung einzelner Krebserkrankungen entwickelt. Organkrebszentren, die diese Kriterien erfüllen, erhalten ein Zertifikat.

Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de.