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Letzte Aktualisierung: 06.07.2020

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Bitcoin gewinnt in Frankfurt als Zahlungsmittel an Bedeutung

von Bernd Bauschmann

(23.06.2020) Kryptowährungen sind in aller Munde. Spätestens seit dem rekordbrechenden Wertanstieg der Bitcoin im Jahr 2017 erfährt das Thema zunehmend Aufmerksamkeit in der Gesellschaft.

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Während die Kryptowährung durch ihre volatilen Kursverläufe in erster Linie als Spekulationsobjekt gehandelt wird, erfährt die Bitcoin nun auch als dezentrales Zahlungsmittel zunehmend an Bekanntheit. Sowohl online als auch direkt in Frankfurt lässt sich inzwischen an diversen Annahmestellen mit der digitalen Währung an der Kasse bezahlen.

Die digitale Währung Bitcoin als Spekulationsobjekt
Bei der Bitcoin handelt es sich um eine dezentrale digitale Währung, die keiner zentralen Bank und keinem einzelnen Administrator unterliegt, sondern direkt im Peer-to-Peer-Verfahren zwischen Nutzern transferiert werden kann, ohne dass dazu ein Mittelmann benötigt wird. Ihren Anfang hatte die Bitcoin im Jahr 2008, in der Zwischenzeit konnte die virtuelle Währung einen immensen Wertanstieg verzeichnen, der im Jahr 2017 mit knapp unter 20.000 US-Dollar ein Rekordhoch verzeichnete. Durch die volatilen Wertveränderungen handelt es sich bei der Bitcoin um ein beliebtes Spekulationsobjekt. Nutzer spekulieren entweder persönlich oder unter Einsatz eines Handelsroboters wie etwa von Bitcoin Era auf die Wertentwicklung der digitalen Währung. Letzterer implementiert mithilfe künstliche Intelligenz Handelsstrategien und stellt automatisierte Berechnungen zum Kursverlauf an, um Nutzern die Chancen auf einen Profit zu erhöhen. Doch nicht nur als Spekulationsobjekt eignet sich die Bitcoin, denn auch als dezentrales Zahlungsmittel gewinnt sie aktuell an Aufmerksamkeit.

In Frankfurt mit Bitcoin bezahlen
Die Kryptowährung kann bereits an diversen Annahmestellen als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Sowohl online als auch offline akzeptieren immer mehr Händler die virtuelle Währung. Im Netz schreiten unter anderem der Technikgigant Microsoft sowie das Reiseunternehmen Expedia voran und ermöglichen es Kunden, Zahlungen mit Bitcoin abzuschließen. Auch Essenslieferungen lassen sich heute mit Bitcoin bezahlen. So erlaubt es der Lieferservice Lieferando, Speisen mit der virtuellen Währung zu bestellen. Im traditionellen Handel wird in Frankfurt an diversen Stellen das neuartige Bezahlen ebenfalls ermöglicht. In der Fressgass lässt sich beispielsweise in der Focacceria mit Bitcoin bezahlen und auch im fitbox Fitnessstudio in Frankfurt wird die Kryptowährung angenommen. Die Betriebe Katrin Probst Photography und das 3D-Druckerunternehmen Keycoon GmbH in Frankfurt geben nun die Bitcoin als Zahlungsmethode an. Zwar kann aktuell noch nicht von einer breiten Verfügbarkeit von Bitcoin-Annahmestellen gesprochen werden, doch das Interesse an der Kryptowährung steigt - auch im Handel. In Sachsenhausen gibt es zudem einen Bitcoin-Geldautomaten, an dem Kunden die virtuelle Währung offline kaufen können.

Wie funktioniert die Bezahlung mit Bitcoin?
In der heutigen digitalisierten Welt entwickeln sich immer mehr technologische Innovationen, die erhöhten Komfort und Sicherheit bieten. Eine davon ist die Bitcoin, die als dezentralisiertes Zahlungsmittel basierend auf der Blockchain ein besonders hohes Maß an Sicherheit gewährleistet und Drittparteien aus der Gleichung nimmt. Sie konnte über die Jahre zunehmend Interesse wecken und an Bekanntheit gewinnen und stellt heute die bekannteste Kryptowährung dar. Nach und nach bahnt sie sich ihren Weg in die Gesellschaft und wird immer mehr als Zahlungsmittel angesehen. Um mit der Kryptowährung zu bezahlen, benötigen Kunden eine Bitcoin Wallet, ein digitales Portemonnaie, in dem die Coins aufbewahrt werden. Bei Bezahlungen im Netz erfolgt der Kaufabschluss direkt über die Wallet, im Offline-Handel wird an der Ladenkasse ein QR-Code generiert, der durch den Kunden eingescannt wird, um die Zahlung zu tätigen. Aktuell etabliert sich zudem eine Möglichkeit, flächendeckend mit Bitcoins zu bezahlen. So ist die TenX Visa-Karte nun in Deutschland verfügbar, die sich wie eine gewöhnliche Debitkarte einsetzen lässt, jedoch auf das Bitcoin-Konto zugreift und diese dem aktuellen Wert entsprechend in Euro umwandelt.

Die Kryptowährung Bitcoin konnte über das vergangene Jahrzehnt hinweg eine Vielzahl an Höhen und Tiefen hinter sich bringen. Die gesamte Kursentwicklung ist jedoch enorm und konnte bereits das Interesse vieler Verbraucher und Unternehmen wecken, sowohl als Spekulationsobjekt als auch als Zahlungsmittel. Es wird spannend zu sehen, wie sich dies in den nächsten Jahren verändern wird und ob Kunden in Frankfurt bald an mehr Stellen mit Bitcoin bezahlen können.