Bildschirmarbeit, Pendeln, Feinstaub, wie der Frankfurter Alltag die Augen fordert
Frankfurt am Main ist das Herz des deutschen Geldmarktes, es ist Verkehrsknoten und Ballungszentrum von Pendlern. Was der Stadt als Standort wirtschaftliche Stärke verleiht, ist für die Augen der täglich strapazierenden Natur herausfordernd. Bildschirmarbeit in klimatisierten Bürotürmen, trockene Luft in S-Bahn und ICE, Feinstaub an den Verkehrsachsen wie A5 und Mainzer Landstraße wirken zusammen.
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Die Folgen zeigen sich häufig schleichend, völlig unspektakulär in Form von Reizungen, verschwommenem Sehen oder anhaltender Müdigkeit.
Das Office-Eye-Syndrom im Bankenviertel
In Berufen mit intensiver Bildschirmarbeit sinkt die Lidschlagfrequenz laut Angaben des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands deutlich, von etwa 10 bis 15 Lidschlägen pro Minute auf teils weniger als 5. Der Tränenfilm verdunstet dadurch schneller, die Hornhautoberfläche wird instabil. Beschäftigte im Frankfurter Bankenviertel, im Europaviertel oder in den Consulting-Häusern rund um den Opernturm arbeiten oft acht Stunden und mehr am Monitor. Typische Symptome sind Brennen, Fremdkörpergefühl und Kopfschmerzen, medizinisch zusammengefasst als Office-Eye-Syndrom. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin empfiehlt regelmäßige Pausen nach der 20-20-20-Regel, also alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf ein Objekt in rund 6 Metern Entfernung zu blicken.
Wer eine Fehlsichtigkeit nicht optimal korrigiert, verstärkt die Belastung zusätzlich. In solchen Fällen prüfen Betroffene neben Brille und Kontaktlinsen auch refraktive Verfahren. Ein spezialisiertes Augenlaserzentrum in Frankfurt klärt in einer Voruntersuchung ab, ob Methoden wie Femto-LASIK, SMILE oder PRK infrage kommen. Die Kommission Refraktive Chirurgie hat für diese Verfahren definierte Anwendungsbereiche veröffentlicht, etwa Kurzsichtigkeit bis rund minus 10 Dioptrien für LASIK und stabile Refraktionswerte über mindestens 12 Monate.
Pendlerluft, Klimaanlagen und trockene Augen
Laut einer Umfrage der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main pendeln täglich 400 000 Menschen in die Stadt. Klimatisierte Züge, Personenwagen mit Gebläse, Bürohäuser mit Zentralbelüftung senken die relative Luftfeuchtigkeit bis auf Werte unter 30 Prozent und fördern so das Sicca-Syndrom, das trockene Auge. Kontaktlinsenträger reagieren empfindlicher, weil ihre Linse den Tränenfilm mechanisch belastet. Bewährte Gegenmittel sind: künstliche Tränen ohne Konservierungsstoffe, Raumbefeuchter und eine gehörige Trinkmenge.
Auch die Luftqualität spielt eine Rolle. Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie misst an mehreren Frankfurter Stationen Feinstaub und Stickstoffdioxid. An Hotspots wie der Friedberger Landstraße lagen die Jahresmittelwerte für NO₂ in den vergangenen Jahren zeitweise nahe am EU-Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Feinpartikel können die Augenoberfläche zusätzlich reizen, vor allem bei Radfahrern im Berufsverkehr.
Wann ein Facharztbesuch sinnvoll ist
Anhaltende Beschwerden über mehrere Wochen sollten augenärztlich abgeklärt werden. Der Deutsche Berufsverband der Augenärzte rät zu jährlichen Kontrollen ab dem 40. Lebensjahr, unter anderem zur Früherkennung von Grünem Star. Bei Bildschirmarbeitsplätzen sieht die Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung eine Angebotsvorsorge nach dem Grundsatz G37 vor, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten in Frankfurt regelmäßig ermöglichen müssen.
Für viele Betroffene ist die zentrale Frage, ob eine dauerhafte Sehkorrektur den Alltag erleichtert. Refraktive Eingriffe zählen laut Daten der KRC zu den weltweit am häufigsten durchgeführten planbaren Operationen, mit dokumentierten Zufriedenheitsraten von über 95 Prozent bei geeigneter Indikation. Wer diesen Schritt erwägt, sollte auf Fallzahlen der Klinik, die eingesetzte Lasertechnologie und die Erfahrung des operierenden Arztes achten. Eine unabhängige Beratung, gerne auch mit einer Zweitmeinung, hilft dabei, die passende Methode für die eigene Sehsituation und den beruflichen Alltag zu finden.
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