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Letzte Aktualisierung: 12.07.2024

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Bildende Kunst, Musik und Theater rund um das Thema »Wald«

"Wald? Wald!" als temporärer Schwerpunkt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain

von Ilse Romahn

(12.06.2024) Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain nimmt die mehrteilige Ausstellungsreihe »Wälder«, die in diesem Jahr als Kooperationsprojekt des Deutschen Romantik-Museums, des Senckenberg Naturmuseums Frankfurt und des Museums Sinclair-Haus in Bad Homburg umgesetzt wird, zum Anlass, das Thema auch für die gesamte Region auszurufen. Projektpartner sind eingeladen, das Thema »Wald? Wald!« weiterzuspinnen, in den Künsten aufzusuchen und dabei die Natur ihrer unmittelbaren Umgebung einzubeziehen.

Denn trotz aller Verdichtung verfügt kaum eine andere Ballungsregion in Deutschland über ähnlich waldige Höhen wie die Gegend rund um Main und Taunus. Neben den vielen Kunst- und Kulturinstitutionen gehören die Wälder zu den Anziehungspunkten der Region.

Herausgekommen sind 20 Projekte und vier Begleitprogramme, die an 24 verschiedenen Orten gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Landkreise und Städte, der Kulturämter, Vereine und privaten Träger umgesetzt werden: performative Interventionen mit Musik und Theater, Waldkunst und Symposien mit Objekten aus Holz und anderen Materialien, Installationen, Theater und (szenische) Konzerte im Innenraum und im Freien. »Unsere vielfach ortsspezifischen Waldarbeiten bringen das künstlerische Potential und die farbenreiche Historie der Region zusammen und sind so nicht nur für die Besucherinnen und Besucher, sondern auch für alle Verantwortlichen eine tolle Entdeckungsreise«, so Dr. Julia Cloot, als Kuratorin beim Kulturfonds Frankfurt RheinMain verantwortlich für das Konzept.

Die Projekte zu »Wald? Wald!« sind im Mai 2024 gestartet und enden im November 2024. Sie sind in einem Booklet zusammengefasst und auf der Website des Kulturfonds auch online einzusehen.

Exemplarisch seien zwei Projekte vorgestellt:
30. Juni und 1. September 2024, jeweils 14 bis 19 Uhr
»Gänge ins Gebück«, Eltville, Oestrich-Winkel und Walluf
Seit dem 12. Jahrhundert wächst die Wehrhecke, die den Rheingau gegen sein Umland abschirmen sollte, im 17. Jahrhundert beginnt sie wieder zu verschwinden. Zwei Ruinen, eine Versammlung eigentümlich gebogener Bäume, ein Bereitungsprotokoll aus dem 17. Jahrhundert und lokale Redewendungen sind als Zeugnisse bis heute erhalten. Die historische Grenzbefestigung »Rheingauer Gebück« wird zum Gegenstand einer Intervention in den Wäldern zwischen Eltville, Oestrich-Winkel und Walluf im Rheingau-Taunus-Kreis. Im Rahmen eines »Hecken-Theaters« begeben sich Performerinnen und Performer auf Spurensuche und erkunden den Kontext einer aus Reihen von jungen Bäumen geflochtenen (gebückten) Hecke, ihre Geschichte und ihre Funktion. Die »Gänge ins Gebück« laden Interessierte auf metaphorische und tatsächliche Abwege ins Unterholz ein, verschlingen Informationen mit Fantasien und erklären den Raum der Hecke als einen Ort der Widersprüchlichkeiten und Möglichkeiten.

26. bis 29. September 2024, 3. bis 6. Oktober 2024, 10. bis 13. Oktober 2024, jeweils 18 bis 22 Uhr
»de-symphonic«, Burg Kronberg, Burg Königstein und Burg Eppstein
Eine multimediale Installation von Werner Cee, basierend auf Ludwig van Beethovens 6. Sinfonie »Pastorale«: Zwei Burgen im Taunus werden Schauplätze für eine raumgreifende Arbeit und eine einzigartige Symbiose aus Natur, historischem Denkmal, klassischen Klängen, Sound und Licht. Beethovens »Pastorale«, eine Ikone der Naturschilderung in der Musik, dient dabei als Basis für die groß angelegte Komposition. Die Installationen werden nacheinander auf den Burgen an jeweils einem verlängerten Wochenende zu erleben sein. Sie sind als Sätze einer großen Symphonie zu verstehen. Das Projekt »de-symphonic« entstand in Kooperation mit dem Deutschlandfunk Kultur (Redaktion: Markus Gammel) im Rahmen des Beethoven-Jubiläums 2020. Für die Taunus-Burgen wurde die Arbeit komplett neu konzipiert.

Weitere Informationen zu »Wald? Wald!« 2024 finden Sie unter https://kulturfonds-frm.de/wald.

Mehr über die Arbeit des Kulturfonds erfahren Sie unter www.kulturfonds-frm.de