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Letzte Aktualisierung: 29.05.2020

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Bienen – geliebt und gefürchtet

Weltbienentag am 20. Mai

von Ilse Romahn

(19.05.2020) Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als „Weltbienentag“ ausgerufen, um auf ihre Schlüsselrolle in der Natur hinzuweisen. Für uns ein guter Anlass, sich auf ein Treffen mit den Bienen vorzubereiten.

Fleißige Bienen – trotzdem lieber nur auf Abstand
Foto: BKK·VBU
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Kaum steigen die Temperaturen und das Leben verlagert sich selbst in Corona-Zeiten wieder mehr ins Freie auf Gärten oder Balkons, schwirren einem Bienen um die Köpfe. „Im April zeigen sich die ersten steigenden Zahlen an Bienen- und Insektenstichen, die behandelt werden müssen. Die meisten ärztlichen Atteste verzeichnen wir aber mit Abstand im Juli und August. Dann ist quasi Hochkonjunktur für Bienenstiche“, so Babett Stäbler-Kirsten, Präventionsberaterin der Krankenasse BKK·VBU. Bienenstiche können schmerzhafter sein als Wespenstiche, da Bienen ihr gesamtes Gift mit einem Stich injizieren, während Wespen ihr Gift für mehrmaliges Zustechen aufteilen. Allerdings sind Bienen nicht aggressiv und stechen nur zur Verteidigung. Daher gilt: Ruhe bewahren, nicht anpusten und nicht wegscheuchen.

Doch wie hält man die Plagegeister auf Abstand? Kindern sollte z.B. nach dem Essen das Gesicht gewaschen werden, denn Bienen und Wespen steuern gern Essensreste in den Mundwinkeln an. Auch empfiehlt sich, auf blumige Parfüms und duftende Cremes zu verzichten, da diese Bienen besonders anlocken. Angezündetes Kaffeepulver, das in einem kleinen Schälchen glimmt oder üppig wachsender Basilikum auf dem Balkon vertreibt mit dem starken Geruch Bienen fast von allein. 

Mit Hausmitteln gegen den Bienenstich 
Für die meisten Menschen sind Stiche zwar unangenehm und brennen oder schmerzen – in der Regel sind sie aber harmlos. Wenn sich der Stich jedoch entzündet oder über Tage nicht abschwillt, sollte man einen Arzt aufsuchen, bei Reaktionen wie Atemnot, Kreislaufbeschwerden und Schock ist sofort der Notarzt zu rufen. Bei Bienenstichen kann der zurückgebliebene Stachel am besten mit einer Pinzette oder notfalls mit dem Fingernagel entfernt werden. „Wird der Stich unverzüglich gekühlt, bewirkt die Kälte, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Das beugt einer Schwellung entgegen ebenso wie das Hochlegen des betroffenen Körperteils“, rät Stäbler-Kirsten. Als Hausmittel können zudem Zitronensaft, ein kalter Essigumschlag oder frisch aufgeschnittene Zwiebelscheiben die Schwellung lindern.  

Bienenhonig, der Alleskönner?
Selbstverständlich verbinden wir mit Bienen viel mehr als nur die Angst vor ihren Stichen. Seit Urzeiten nutzt der Mensch Bienenprodukte mit ihren vielseitigen gesundheitsförderlichen Eigenschaften - ob als Heilmittel, Bestandteil von Kosmetika oder Nahrungsmittel. Dabei besteht Honig zu etwa drei Viertel aus Frucht- und Traubenzucker sowie zu einem Fünftel aus Wasser. Der Rest aber hat es in sich: Über 200 verschiedene Inhaltsstoffe machen den Honig zu einem wertvollen Naturprodukt. Honig schmeckt auf´s Brot oder im Tee, pflegt trockene Haut und spröde Lippen und nicht zuletzt wird ihm heilende Wirkung bei Verbrennungen und Wunden nachgesagt. Kurzum: Honig genießt in jeder Hinsicht einen guten Ruf, vorausgesetzt man wählt einen qualitativ hochwertigen Imkerhonig. 

Wir schwärmen für Bienen!
Was haben Bienen eigentlich mit unserer Gesundheit zu tun? Eine ganze Menge, denn Bienen leisten Großes – Tag für Tag! Sie liefern nicht nur Honig, sie bestäuben auch über 80 Prozent aller Kultur- und Wildpflanzen. So tragen sie zu einer vielfältigen und gesunden Ernährung bei und sind unersetzlich für unsere Ökosysteme. Gehen jedoch die Bestände von Honig- und Wildbienen immer mehr zurück, hat das auch Konsequenzen für die Gesundheit des Menschen. Die Formel ist ganz einfach: Gesunde Umwelt = gesunder Mensch. Daher setzt sich die BKK·VBU mit dem bundesweiten Projekt "Gesunde Bienen - Gesunder Mensch" für biologische Vielfalt und eine gesunde Umwelt ein. 

Mehr Informationen rund um das Thema Biene und Gesundheit finden Sie auf www.meine-krankenkasse.de/biene