Archiv-Nachrichten

Bewerbungsrunde der Reise- und Residenzstipendien der Hessischen Kulturstiftung startet

Das Stipendienprogramm der Hessischen Kulturstiftung geht in eine neue Runde. Vom 1. August bis 15. Oktober 2026 können sich bildende Künstlerinnen und Künstler mit biografischem Bezug zu Hessen für Residenz- oder für freie Reisestipendien bewerben. Für die Jahre 2027 und 2028 sind insgesamt 14 Stipendien mit einem Gesamtvolumen von rund 430.000 Euro zu vergeben.

Bildende Künstlerinnen und Künstler jeden Alters können sich für die Stipendien bewerben. Voraussetzung ist, dass entweder ein Studium an einer hessischen Kunstakademie absolviert wurde, der derzeitige Wohnsitz in Hessen liegt oder aber der Eintrag in der Geburtsurkunde einen Ort in Hessen aufweist.

In einem kombinierten Verfahren aus einer Begutachtung durch eine unabhängige Fachjury und einem Losverfahren werden 14 Stipendiaten ermittelt. Die Stipendien werden in einem zweijährigen Turnus als Reise- oder als Residenzstipendien von bis zu zwölfmonatiger Dauer vergeben. Die Reisestipendien gelten für frei gewählte Ziele im In- und Ausland. Für die Residenzen stellt die Stiftung Ateliers in den Kunstmetropolen New York City, London, Paris und Istanbul zur Verfügung.

Im neuen Turnus bietet sie darüber hinaus erstmals ein kombiniertes Residenz- und Reisestipendium für Japan an: An eine Residenz im Goethe-Institut Villa Kamogawa in Kyoto, das neben eigenen Stipendiaten auch Künstler kooperierender Institutionen aus Europa und Ostasien beherbergt, schließt sich eine individuelle Reise- und Arbeitsphase in Japan an. Prof. Dr. Andreas Dombret, Vorstandsvorsitzender der Hessischen Kulturstiftung, zu dem neuen Japanstipendium: „Es freut uns außerordentlich, dass wir unser Stipendienprogramm mit dem neuen Standort erstmals auf den ostasiatischen Raum ausweiten können. In Japan verbindet sich das Wissen um spezifische Kulturtechniken und Handwerkstraditionen mit einer hochdynamischen Gegenwartskunstszene, die von international bedeutenden Institutionen und einer lebendigen Galerienlandschaft geprägt ist – eine Gemengelage, die beste Voraussetzungen für künstlerische Forschung und Weiterentwicklung sowie den Ausbau des professionellen Netzwerks verspricht.“ Mit der Erweiterung des Programms reagiert die Stiftung auf das seit Jahren steigende Interesse an künstlerischen Arbeitsaufenthalten in Asien, insbesondere in Japan.

Basierend auf der in der Stiftungsverfassung niedergelegten Künstlerförderung wurde das Stipendienprogramm 1992 durch den langjährigen Vorstand der Stiftung Prof. Jean-Christophe Ammann initiiert. Die internationalen Reise- und Residenzstipendien ermöglichen den Stipendiaten neue Impulse aufzunehmen und in Distanz zum gewohnten Umfeld ihre künstlerische Praxis zu reflektieren und zu vertiefen. Eva Claudia Scholtz, Geschäftsführerin der Hessischen Kulturstiftung, ergänzt: „Den Künstlern bietet sich zudem die Gelegenheit, ihre Kontakte in die internationale Kunstszene auszubauen und damit auch die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Unabhängig von all dem ist gerade in diesen Zeiten multipler Krisen und hochkomplexer Konfliktlagen ein interkultureller Austausch, der zu Perspektivwechseln und gegenseitigem Verständnis beiträgt, wichtig.“ Bis heute hat die Stiftung rund 240 Stipendiaten mit 7,5 Mio. Euro gefördert. 

Weiterführende Informationen zum Stipendienprogramm finden sich auf der Website der Hessischen Kulturstiftung: hkst.de

Das Bewerbungsportal ist über folgenden Link zu erreichen: bewerberportal.hkst.de

Hessische Kulturstiftung, Luisenstraße 3, 65185 Wiesbaden  hkst.de