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Letzte Aktualisierung: 01.07.2022

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Betriebskommission besichtigt das Wasserwerk Bad Soden

Wasser ist ein Lebensmittel

von Adolf Albus

(08.06.2022) Wie wichtig Wasser ist, wird in Anbetracht der Entwicklungen der letzten Jahre immer deutlicher. Bei der Stadt Bad Soden am Taunus sind es die Kollegen des Eigenbetriebs der Stadtwerke, die für die Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung Sorge tragen.

 Eine Betriebskommission, der neben dem Bürgermeister mehrere Mitglieder des Magistrats, der Stadtverordnetenversammlung, des Personalrats sowie ein sachkundiger Einwohner angehören, überwacht die Betriebsleitung bei der Umsetzung von Maßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung. Im Mai nutzte die Betriebskommission einen Besuch im Wasserwerk in der Sulzbacher Straße, um sich von Wasserwerksleiter Philipp Arnoldt über die täglichen Abläufe informieren zu lassen.

Der Wasserverbrauch der Stadt Bad Soden am Taunus lag 2021 bei rund 1,3 Millionen Kubikmeter/m³ (1m³ = 1.000 l). Rund 30 Prozent des gesamten Wasserverbrauches kann das Wasserwerk über die Eigengewinnungsanlagen einspeisen. Die Restmenge wird von Hessenwasser geliefert. „Der Übergabepunkt von Hessenwasser aus dem hessischen Ried liegt übrigens gar nicht auf Bad Sodener, sondern auf Sulzbacher Gemarkung an der Einfahrt zum Hof Schaar“, berichtet Wasserwerksleiter Philipp Arnoldt.

Überwachung des Grundwasserstands

Wie viel Wasser aus welchem der verfügbaren Tiefbrunnen entnommen werden darf, wird vom Regierungspräsidium in Darmstadt und der Unteren Wasserbehörde des Main-Taunus-Kreises vorgegeben. Das Grundwassermonitoring wird durchgeführt, um die Pegelstände der einzelnen Brunnen zu dokumentieren. So kann kontrolliert werden, wann welche Brunnenpumpe wie lange lief, wie sich der Grundwasserspiegel in der Phase des Abpumpens verhält, wie lange der Grundwasserspiegel benötigt, um sich zu regenerieren und wo sich der Grundwasserspiegel zu welcher Jahreszeit wo befindet.

Wie wichtig die Überwachung des Grundwasserspiegels ist, wird nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass ein einzelner Regentropfen in der Regel mehrere Jahre benötigt, um ins Grundwasser zu gelangen. Eine langfristige Überwachung ist von daher zwingend notwendig.

Bedarfsgerechte Steuerung

Die Förderung der drei Tiefbrunnen erfolgt meist von Mitternacht bis ca. 3:00 Uhr und von ca. 10:00 bis 13:00 Uhr. Mit der nächtlichen Förderung kann die erste Verbrauchsspitze am Morgen zwischen 7:00 und 8:30 Uhr abgedeckt werden, mit der zweiten der Verbrauch über den gesamten Tag bzw. am Nachmittag ab 16:30 Uhr, wenn alle nach der Arbeit wieder nach Hause kommen.

Wasser ist ein Lebensmittel

Das aus den Brunnen gepumpte Wasser wird übrigens in keiner Weise chemisch behandelt, sondern durchläuft nur große Filteranlagen, bevor es in den Haushalten aus den Wasserhähnen kommt. Trinkwasser in Deutschland ist ein sehr streng kontrolliertes Lebensmittel und kann daher unbedenklich getrunken werden.