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Letzte Aktualisierung: 30.09.2022

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Berufliche Weiterbildung - welche Möglichkeiten gibt es?

von Bernd Bauschmann

(22.09.2022) Lebenslanges Lernen ist längst normal geworden, um in der modernen Arbeitswelt dauerhaft Schritt halten zu können. Das ist unter anderem mit einer beruflichen Weiterbildung möglich. Dabei wird das bereits in der Vergangenheit erlernte Wissen vertieft oder sich neues Wissen angeeignet.

Foto: Pixabay / Adrian
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Was ist eine berufliche Weiterbildung?

Bei beruflichen Weiterbildungen handelt es sich um alle Arten von Maßnahmen, mit denen berufliches Know-how ergänzt oder vertieft wird. In vielen Fällen stellt die erfolgreiche Teilnahme eine Qualifizierung für neue Aufgabenfelder dar. Das ist aber nicht immer der Fall. Qualifizierende Maßnahmen werden häufig von speziell darauf ausgerichteten Organisationen oder Institutionen angeboten.

Die Weiterbildung wird oft mit einer Fortbildung verwechselt. Werden bei Weiterbildungen meist nur zusätzliche Qualifikationen erreicht, öffnet eine Fortbildung in der Regel die Tür zu einer höheren Position im Beruf. Die individuellen Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen jedoch mit jeder erfolgreich abgeschlossenen Fort- oder Weiterbildung an. Aus diesem Grund können alle Menschen von den Maßnahmen profitieren.

Vor- und Nachteile von beruflichen Weiterbildungen

Weiterbildungen sind sehr beliebt. Das liegt vor allem daran, dass sie die persönlichen Berufschancen verbessern. Zahlreiche Angebote stehen Berufstätigen und Arbeitslosen gleichermaßen bereit. So können die meisten Menschen etwas dafür tun, ihren beruflichen Werdegang positiv zu beeinflussen. Häufig führen die Weiterbildungen jedoch nicht in neue Arbeitsumgebungen. Stattdessen können sie für ein höheres Einkommen oder andere begehrte Benefits im Bereich der Arbeitskonditionen sorgen.

Einer der größten Nachteile von beruflichen Weiterbildungen ist zugleich der wichtigste Grund, warum sich Menschen nicht weiterbilden: Laut Studien haben viele Menschen nicht genug Zeit, um eine Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Daneben sind die angebotenen Maßnahmen meist kostenpflichtig und nicht für jeden bezahlbar. Es ist auch keineswegs immer so, dass Arbeitgeber die Weiterbildungen bezahlen.

Wer zahlt eine Weiterbildung, wenn man selbst kein Geld hat?

Wenn Arbeitnehmer sich berufliche Weiterbildungen nicht selbst leisten können, sollte die Möglichkeit geprüft werden, ob die Agentur für Arbeit die Kosten übernimmt. Dies geschieht über den sogenannten Bildungsgutschein. Das Dokument steht aber nicht jedem zur Verfügung. Außerdem muss der Gutschein beantragt werden. Die Arbeitsagentur führt dazu zunächst Beratungsgespräche mit dem Antragssteller, um den tatsächlichen Bedarf zu ermitteln.

Bevor die Agentur für Arbeit eine Weiterbildung finanziert, müssen weitere Bedingungen erfüllt sein. So ist es häufig eine Voraussetzung, dass die Maßnahme zum Beispiel in der Lage ist, eine drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden oder einen Arbeitslosen zurück in die Berufswelt zu bringen.

Diese Arten von beruflichen Weiterbildungen gibt es

Es gibt viele verschiedene Weiterbildungsarten, begonnen vom Studium an einer Universität bis hin zu digitalen Kursen im Internet. Die wichtigsten sind jedoch die folgenden.

Weiterbildung beim BNW
Der BNW hilft mit hochwertigen Kursen, Weiterbildungen und Trainings für verschiedene Zielgruppen beim beruflichen Vorankommen. Der Anbieter akzeptiert auch Bildungsgutscheine und tut sich durch sein gutes Beratungsangebot hervor.

Seminare der IHK
Die Industrie- und Handelskammern (IHK) zählen zu den bedeutendsten Anbietern für Weiterbildungen. Der Schwerpunkt des Angebots liegt auf Technik und Handwerk. Passend dazu sind die Kurse in der Regel sehr praktisch gehalten.

Kurse an Hochschulen
Soll das Wissen akademisch sein, sind (Fach-)Hochschulen und Universitäten die beste Wahl. Für eine berufliche Weiterbildung ist nicht zwingend ein mehrjähriges Studium erforderlich. Häufig lässt sich schon vieles durch den erfolgreichen Abschluss eines einzelnen Kurses erreichen.

Selbstständiges Lernen
Wer mit dem autodidaktischen Lernen gut zurechtkommt, sollte sich wertvolles Wissen einfach selbst aneignen. So gibt es zum Beispiel viele Möglichkeiten, in der Freizeit eine Fremdsprache oder das Programmieren zu erlernen. Das ist häufig günstig, außerdem kann man selbst über die Lernzeiten entscheiden. Problematisch ist allerdings die fehlende Nachweisbarkeit der Kenntnisse, da es oft keine anerkannten Zertifikate gibt.