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Letzte Aktualisierung: 25.02.2020

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Bernhard Ochs erhält das Verdienstkreuz am Bande

von Ilse Romahn

(14.02.2020) Oberbürgermeister Peter Feldmann hat Bernhard Ochs am Donnerstag, 13. Februar, im Limpurgsaal des Römers das Verdienstkreuz am Bande überreicht.

Peter Feldmann und Bernhard Ochs
Foto: Stadt Frankfurt / Stefanie Kösling
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Der Bornheimer setzt sich seit Jahren für seinen Stadtteil sowie dessen Vereine ein und zeigt zudem besonderes Engagement für die Frankfurter Stadtgeschichte. Seit 2006 ist er zudem als Vorsitzender der Fraktion „Die Frankfurter“ in der Stadtverordnetenversammlung aktiv.

„Bernhard Ochs hat sich jahrzehntelang für die Frankfurter Stadtgesellschaft und insbesondere für den Stadtteil Bornheim eingesetzt. Sein ganzes Engagement kann ich nicht schildern, sonst wären wir noch lange hier. Seine tatkräftige Unterstützung galt den Vereinen, der Kultur und der Geschichte des Stadtteils. Ein Ehrenamt ist ein Geschenk an die Gesellschaft, das wir nicht als selbstverständlich hinnehmen dürfen. Wer sich für andere einsetzt, hält die Gesellschaft zusammen – deswegen freut es mich umso mehr, ihm heute im Namen der Stadt Frankfurt meinen Dank aussprechen zu dürfen“, würdigte das Stadtoberhaupt die Leistungen des Geehrten.

Seit Jahrzehnten ist Ochs in der Vereinsarbeit in seinem Stadtteil tätig. Von 1991 bis 2003 war er Vorsitzender des Vereinsrings Bornheim, der zu diesem Zeitpunkt die Interessen von rund 70 Vereinen mit über 30.000 Mitgliedern vertrat. 2003 wurde er zum Ehrenvorsitzenden des Vereinsrings ernannt und ist bis heute in der Vereinsarbeit aktiv.

Neben der Bornheimer Gegenwart liegt Ochs auch die Vergangenheit des Stadtteils am Herzen: Er hat nicht nur verschiedene Artikel und Bücher über dessen Geschichte veröffentlicht, sondern auch die Gründung des „Bernemer Museumslädchens“ initiiert. In dem unter Denkmalschutz stehenden Fachwerkhaus in der Turmstraße 11 wird die Geschichte Bornheims aufgearbeitet, zudem werden Ausstellungen und Mundartabende veranstaltet. Seit 1992 bietet Ochs Führungen durch seinen Stadtteil an, bei denen er kostümiert auch Schulklassen die Bornheimer Historie näherbringt.

„Wer sich engagiert, gibt viel, vor allem Zeit. Man legt nicht nur Arbeit rein, sondern auch Persönlichkeit. Aber alle, die sich engagieren, wissen: Man bekommt auch etwas zurück! Engagement kann etwas bewirken, etwas verändern. Wir brauchen Menschen, denen die Entwicklung der Gesellschaft nicht gleichgültig ist. Menschen wie Bernhard Ochs“, erklärte Feldmann.

Ochs betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts in seiner Familie: „Das Ehrenamt hat in meiner Familie Tradition. Meine Mutter war beispielsweise als Sozialpflegerin der Stadt Frankfurt und in der Sozialarbeit tätig. Mein Vater im Vorstand eines Sportvereins und anderen Vereinen. Mein Großvater war ehrenamtlicher Stadtverordneter, Gewerkschafter, Genossenschaftler und Vereinsmensch. Das steckt positiv an und nur so funktioniert Demokratie und gesundes Staatswesen.“

Für seine Leistungen erhielt Ochs bereits viele Auszeichnungen: Neben der Römerplakette der Stadt Frankfurt in Bronze (1989), Silber (1997) und Gold (2011) und dem Ehrenbrief des Landes Hessen im Jahr 1991 wurde ihm 1997 die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. (ffm)