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Letzte Aktualisierung: 26.01.2021

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Bender bleibt Chef der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain

von Ilse Romahn

(24.11.2020) Die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain hat ihre Mitgliederversammlung zum ersten Mal in einem digitalen Format abgehalten. Die Teilnehmer konnten sich über eine Videokonferenz-Software einwählen und Fragen via Chat-Funktion adressieren. Für Abstimmungen stand ein Umfrage-Tool bereit, das auch bei der Wahl des Vorstandsvorsitzenden zum Einsatz kam.

Prof. Dr. Wilhelm Bender bleibt Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain
Foto: Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain
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Prof. Dr. Wilhelm Bender, der das Unternehmernetzwerk seit 2005 führt, wurde von der Mitgliederversammlung mit einstimmigem Votum in seinem Amt bestätigt. In diesem Zusammenhang kündigte der ehemalige Fraport-Chef an, dass er die neue Amtszeit auch dazu nutzen möchte, Vorschläge für seine Nachfolge zu unterbreiten. Zum Leitungsgremium der Wirtschaftsinitiative gehören ebenso der Frankfurter IHK-Präsident Ulrich Caspar (Stellvertretender Vorsitzender), Robert Restani (Schatzmeister) sowie Tilman Wittershagen.

In seinem Bericht an die Mitglieder spannte Prof. Bender den Bogen von den Lichtblicken und „Good News", die es aus der Region durchaus zu berichten gebe, bis hin zu den großen Herausforderungen, die die gesamte Wirtschaft zu bewältigen habe. „Die Welt schaut nach Mainz und auf innovative Biotechnologie aus dem Rhein-Main-Gebiet", sagte er mit Bezug auf das Unternehmen BioNTech, das gemeinsam mit dem US-Pharmakonzern Pfizer einen vielversprechenden Impfstoff gegen COVID-19 entwickelt hat. Positives vermelde auch die internationale Marketinggesellschaft FrankfurtRheinMain GmbH: „Der bisherige Umgang Deutschlands mit der Pandemie hat die Standortattraktivität für internationale Investoren spürbar gesteigert. Unser Gesundheitssystem wird zum gewichtigen Standortfaktor – mit zunehmender Bedeutung", betonte Prof. Bender. Die Region FrankfurtRheinMain stehe nun aber vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. „Die größte Gefahr der Pandemie ist ihre Unsicherheit – sie wird für viele Unternehmen zum ‚New Normal‘ und zum Motto für 2021 werden."

Die obligatorische Rückschau auf das vergangene Jahr fiel knapp aus – zu gewaltig ist der Eindruck, den 2020 in Gesellschaft und Wirtschaft hinterlässt. Geschäftsführerin Annegret Reinhardt-Lehmann zur aktuellen Situation: „Es ist uns im Corona-Jahr nicht nur gelungen, die Anzahl unserer Mitglieder zu halten, sondern unser Netzwerk sogar zu erweitern." Das zeige, welchen hohen Stellenwert der regionale Zusammenhalt und die Netzwerkarbeit gerade in der Krise einnähmen. „Wir vermitteln, helfen, stellen Verbindungen her, schaffen Räume, setzen neue Projekte auf, machen Dinge mit unseren Mitgliedern möglich – auch unter erschwerten Bedingungen. Es lohnt sich also, sich bei uns für die Region einzusetzen." Ein Leuchtturmprojekt sei hier die STAGE DRIVE FrankfurtRheinMain gewesen – eine Kulturbühne im Autokino-Format, die die Wirtschaftsinitiative gemeinsam mit den Mitgliedern Jahrhunderthalle und Jazzunique im Frühjahr auf die Beine gestellt hatte. 127 Mitglieder verzeichnet die Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain derzeit.

Der Ausblick auf das neue Jahr gestaltet sich für die Wirtschaftsinitiative, die 2021 ihr 25-jähriges Bestehen feiert, noch unscharf. Hochkarätige Keynote-Speaker, ein neues digitales Veranstaltungsformat sowie die Förderung des Start-up-Ökosystems FrankfurtRheinMain werden in jedem Fall die Schwerpunkte bilden. Dazu gehört eine enge Kooperation mit der Start-up- und Innovationsplattform STATION (www.station-frankfurt.de) und die Durchführung des Start-up-Mentoring-Programms „Boozt your Business" (https://www.zuehlke.com/de/boozt-your-business), das die Wirtschaftsinitiative kürzlich gemeinsam mit Mitglied Zühlke aufgelegt hat.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung schaltete sich Prof. Dr. Klaus Cichutek, der Präsident des in Langen ansässigen Paul-Ehrlich-Instituts, per Video zu. Die Bundesbehörde ist unter anderem zuständig für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland. Nach einem langen Meeting-Nachmittag mit Vertretern der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahm sich Prof. Cichutek die Zeit, die Mitglieder der Wirtschaftsinitiative in die Welt der Impfstoffentwicklung und -zulassung einzuführen. „Wir sind sehr froh, dass Deutschland mit BioNTech aus Mainz, CureVac aus Tübingen und verschiedenen akademischen Zentren ganz vorne mitspielt bei der COVID-19-Impfstoffentwicklung. Das zeigt, dass wir als Biotechnologie-Standort weltweit mithalten können. Und dazu trägt auch eine starke regulatorische Behörde bei", so Prof. Cichutek. Nun hoffe er, dass es bald gelingen werde, die Pandemie effizient zu bekämpfen.

Wirtschaftsinitiative FrankfurtRheinMain e.V., Holzhausenstraße 25, 60322 Frankfurt am Main  www.die-wirtschaftsinitiative.de