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Begegnung, Beratung und Information für Ältere im NordWestZentrum und der Nordweststadt

Oberbürgermeister Feldmann stellt Senioren-Projekt BIAzza-NordWest vor

„Das Nord-West-Zentrum ist einfach ein perfekter Ort, um ein Angebot für Ältere zu machen. Viele kaufen hier ein, gehen zum Arzt und besuchen Cafés“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann zum Start des Senioren-Projekts BIAzza-NordWest.

Feldmann betont, dass gerade Frankfurt als deutsche Großstadt mit dem höchsten Anteil an Kindern und Jugendlichen die Lebensbedingungen der Älteren nicht aus dem Blick verlieren darf. Er selbst hat die Idee für ein Senioren-Projekt im NWZ vor einigen Jahren in seiner Funktion als Stadtverordneter mit einer Arbeitsgruppe entwickelt und vorangetrieben. „Mein Dank gilt allen, die BIAzza-NordWest konzeptionell und finanziell unterstützt haben. Die Angebote werden ein großer Gewinn für die Älteren besonders in der Nordweststadt sein, selbstverständlich sind auch Gäste aus der ganzen Stadt herzlich willkommen“, sagt Feldmann.

Michael Frase, Leiter Diakonisches Werk für Frankfurt am Main, erklärt: „BIAzza-Nordwest stärkt die Lebensqualität älterer Menschen in der Nordweststadt. Die sozialräumliche Ausrichtung des Projektes ist vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung dabei wegweisend. Wir freuen uns, dass wir nach intensiver Konzept- und Planungsphase nun starten und es gelungen ist so kompetente Partner zu gewinnen, die das Modellprojekt mit tragen.“

„Die Förderung von sozialen Projekten speziell aus dem Bereich des Quartiersmanagements ist uns schon seit Jahren ein wichtiges Anliegen. Daher freut es mich, dass es gelungen ist, gemeinsam mit BIAzza-NordWest lebenswerte Räume zu schaffen“, sagte Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie und der Stiftung Deutsches Hilfswerk.

Modellprojekt läuft über drei Jahre
„Der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sind Zusammenhalt und Aktivierung in Frankfurts Stadtteilen besonders wichtig. Wir unterstützen deshalb mit unserer Förderung die Entwicklung ehrenamtlicher Aktivitäten im Rahmen des neuen Projekts BIAzza-NordWest,“ sagt Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

In der Frankfurter Nordweststadt leben viele ältere Menschen. Für sie wurde das Modellprojekt BIAzza-NordWest ins Leben gerufen, mit dem Ziel, die Wohn- und Lebensqualität älterer Bewohner der Nordweststadt zu verbessern. Ausgangspunkt für das Modellprojekt waren die Ergebnisse des Forschungsprojektes „Hier will ich wohnen bleiben!“ des Instituts Interdisziplinäre Alternswissenschaft (IAW) der Goethe-Universität.

Nach einer intensiven Konzept- und Planungsphase startet nun das Modellprojekt in Trägerschaft des Diakonischen Werkes mit einer Laufzeit von drei Jahren. Es bietet älteren Menschen eine zentrale Anlaufstelle im NordWestZentrum. Dort können sich ältere Bewohner individuell und wohnortnah umfassend zu bestehenden Dienstleistungen und Angeboten beraten lassen. Für Menschen mit Hilfe- und Pflegebedarf wird ein Hilfemix aus hauptamtlichen und ehrenamtlichen Leistungen sowie gesundheitsfördernden und präventiven Angeboten koordiniert und abgestimmt. Das Projekt baut dabei auf eine trägerübergreifende Vernetzung und Kooperation mit bestehenden Angeboten im Stadtteil. BIAzza-NordWest regt zudem mit einem breiten Angebot von Freizeitveranstaltungen zu neuen Aktivitäten an, initiiert den Austausch über Generationen hinweg und schafft Kontakt- und Begegnungsmöglichkeiten. Die Förderung von guten Nachbarschaften und einer Atmosphäre der gesellschaftlichen Wertschätzung sind von Bedeutung.

Ein wissenschaftlicher Beirat aus Vertretern der Goethe-Universität vom Arbeitsbereich Interdisziplinäre Alternswissenschaft am Fachbereich Erziehungswissenschaften sowie vom Arbeitsbereich Altersmedizin am Institut für Allgemeinmedizin im Fachbereich Medizin begleitet das Modellprojekt.

Die Stadt Frankfurt beteiligt sich aus dem Etat des Oberbürgermeisters an den Gesamtkosten in Höhe von rund 180.000 Euro mit einem Budget von 30.000 Euro. Die Deutsche Fernsehlotterie fördert mit rund 110.000 Euro die 75-Prozent-Stelle der Projektkoordinatorin. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft unterstützt mit 10.000 Euro den Aufbau von bürgerschaftlichem Engagement im Kontext von BIAzza-Ehrenamt und hat weitere 10.000 Euro in Aussicht gestellt. Mit BIAzza-Prävention, gefördert mit 30.000 Euro durch den Stiftungsfonds DiaDem, werden außerdem gezielt Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen geschaffen. Josef Buchmann – Eigentümer des NordWestZentrums – unterstützt das Modellprojekt, indem er für die gesamte Projektlaufzeit die Büro- und Begegnungsräume kostenfrei zur Verfügung stellt.