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Letzte Aktualisierung: 30.09.2020

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Becker empfängt Gesandte für Holocaustfragen

von Ilse Romahn

(11.09.2020) „Es bleibt auch weiterhin unser Auftrag, die Erinnerung an die verbrecherische Zeit des Holocaust wachzuhalten und jedweden Anfänge der Entmenschlichung unserer Gesellschaft entschieden entgegenzutreten. Gerade in Frankfurt am Main hat die schreckliche Zäsur der Schoah gesellschaftliche Narben hinterlassen, die bis heute sichtbar sind.

Bürgermeister Uwe Becker und Cherrie Daniels, Gesandte des US-amerikanischen Außenministeriums für Holocaustfragen
Foto: Stadt Frankfurt
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Als jüdischste Stadt in Deutschland ist es für uns besonders beschämend, dass Frankfurt seine jüdischen Bürgerinnen und Bürger nicht geschützt, sondern diese verraten hat und an ihnen schuldig geworden ist. Umso wichtiger ist der umfassende und ehrliche Blick auf die Verbrechen die damals von Frankfurterinnen und Frankfurtern an Frankfurterinnen und Frankfurtern verbrochen wurden. Gleichzeitig gilt es, die Formen des Erinnerns fortzuentwickeln, um in einer Zeit mit immer weniger Zeugen der damaligen Verbrechen gerade auch die nachwachsenden Generationen aufklären zu können. Um hierfür geeignete Konzepte zu entwickeln, ist der Austausch über geeignete Maßnahmen und Instrumente zwischen Städten und Staaten besonders wichtig“, erklärte heute Bürgermeister und Kirchendezernent Uwe Becker nach seinem Gespräch mit der Gesandten des US-amerikanischen Außenministeriums für Holocaustfragen, Cherrie Daniels.

„So wie dies auch für uns ein besonders wichtiges Feld ist, wollen auch die Vereinigten Staaten von Amerika gerade ihre Anstrengungen im Bildungsbereich zur Vermittlung der Verbrechen des Holocaust weiter ausbauen. Gemeinsam wollen wir hier unsere Erfahrungen einbringen und auf diesem wichtigen Feld künftig noch stärker zusammenarbeiten“, erklärte Bürgermeister Becker abschließend. (ffm)