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Letzte Aktualisierung: 05.05.2021

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Bebauung des Krifteler ROWG-Geländes

Von 66 Wohnungen sind schon 62 verkauft – Fertigstellung Ende des Jahres geplant

von Adolf Albus

(22.04.2021) Im Frühjahr 2020 starteten die Abrissarbeiten auf dem Gelände der Raiffeisen-, Obst- und Warengenossenschaft (ROWG) am Bahnhof.

Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek mit den Geschäftsführern Reinhold Christmann und Patrick März der Projektgesellschaft Horn vor dem ROWG-Gelände am Bahnhof.
Foto: Gemeinde Kriftel
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Dann herrschte zunächst Ruhe auf dem geschichtsträchtigen Gelände. Im Dezember 2020 startete der Investor, die Kelkheimer Projektgesellschaft Horn, mit dem Erdaushub. Mittlerweile ist die Tiefgarage für alle fünf Mehrfamilienhäuser fast fertiggestellt. Die ersten Steine für die Außenmauern der Erdgeschosswohnungen wurden bereits gesetzt. Der Erste Beigeordnete Franz Jirasek traf sich jetzt mit den Geschäftsführern Patrick März und Reinhold Christmann auf dem Gelände, um sich über den Baufortschritt zu informieren.

66 Wohnungen entstehen hier, zwischen 60 und 150 Quadratmeter groß. „Bis auf vier sind alle verkauft“, zeigt sich Patrick März von der Projektgesellschaft sehr zufrieden. „Mehr als die Hälfte der Käufer sind Krifteler. Die Käufer sind bunt gemischt: von jungen Menschen, Familien bis zu Senioren sind alle Altersklassen vorhanden.“ Da habe sich ausgezahlt, dass alle Wohnungen barrierefrei sind. Wenn alles weiter so gut läuft, ist der Wohnkomplex „Wohnen am Obstmarkt“ noch in diesem Jahr fertiggestellt und die Wohnungen können im Frühjahr 2022 an die Käufer übergeben werden.

„Alle Erdgeschosswohnungen verfügen über einen kleinen Garten“, erzählt März weiter. Auf drei Vollgeschosse folgt ein Staffelgeschoss, in dem sich Penthouse-Wohnungen befinden. Die Flachdächer werden begrünt, zwei große Innenhöfe sollen als Treffpunkt für die Bewohner dienen. Die großen Wohnungen verfügen über zwei Stellplätze in der Tiefgarage, die kleineren über einen. Auch Technikräume, Fahrrad- und Kinderwagenräume befinden sich in der Tiefgarage. Mittels eines mit Erdgas betriebenen Quartierkraftwerkes ist der Gebäudekomplex nahezu autark, was Strom und Wärme betrifft.

Bis zu 35 Männer sind zurzeit auf der Baustelle beschäftigt. Rund um die Tiefgarage wird Erde aufgefüllt. „Die Anwohner sind sehr verständnisvoll“, bedankt sich Patrick März. Dass immer mal wieder sogenannte „Nachtarbeiten“ stattfinden, habe mit dem Guss der Betondecken zu tun. „Wir fangen schon früh am Tag mit den Betonarbeiten an. Aber die stetige Glättung des Betons zieht sich eben lange bis in die Abendstunden hin.“ Richtig voll auf der Baustelle werde es dann, sobald die einzelnen Gewerke mit dem Innenausbau starten.

Großer Pluspunkt: die gute Anbindung
„Wir haben festgestellt, dass das Wohnen am Bahnhof für viele Menschen kein Problem darstellt. Ihnen ist ganz im Gegenteil eine gute Anbindung wichtig. Von hier ist man ja in 20 Minuten in Frankfurt“, erläutert Reinhold Christmann. Natürlich ist ein wirksamer Lärmschutz Teil der Planungen gewesen.

In einem Durchführungsvertrag hatte sich die Projektgesellschaft von der Gemeinde dazu verpflichten lassen, am Ende der Bahnhofstraße einen öffentlichen Kinderspielplatz zu errichten. „Hier wird auch das Obst ein Motto sein“, verspricht März. Auch öffentliche Stellplätze mit einer Ladesäule für Elektroautos, zwei Spaltenquartiere für Fledermäuse und zwei Nisthilfen für Gebäudebrüter werden auf Bitte der Gemeinde auf den Baugrundstücken oder den Wohngebäuden angebracht, außerdem sollen Bäume angepflanzt werden.

„Festgehalten ist im Durchführungsvertrag darin, dass sogenannte Folgekosten für die soziale Infrastruktur übernommen werden, zum Beispiel für den zusätzlichen Bedarf an Betreuungsplätzen. Dafür hat die Gemeinde insgesamt 825.000 Euro erhalten“, betont der Erste Beigeordnete Franz Jirasek.