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Öffentliche Veranstaltung „Die Scham und das Schweigen“ in Hofheim

Vorträge und Workshops zur Frage: „Wie kommt es zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung?“

In der öffentlichen Veranstaltung „Die Scham und das Schweigen“ geht es am Dienstag, 6. März, um das Thema Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung.

Die Vorträge und Workshops veranstaltet der Kommunale Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung in Zusammenarbeit mit dem Magistrat der Stadt Hofheim.

Bürgermeisterin Gisela Stang wird die Teilnehmerinnen und Teilnehmer um 10 Uhr im Bürgerhaus Marxheim begrüßen.

Wer teilnehmen möchte, ist willkommen und kann sich bei Elvira Neupert-Eyrich unter der Telefonnummer (0173)3151861 anmelden. Für die Tagesveranstaltung wird ein Kostenbeitrag von 25 Euro erhoben. Darin enthalten sind Kaffee, Tee, Getränke und ein kleiner Imbiss.

Der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung beschäftigt sich schon seit einiger Zeit mit der Frage „Wie kommt es zu Gewalt gegen Menschen mit Behinderung?“ Die Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung wurde als ein Aspekt für die Tagesveranstaltung ausgewählt. Sie will auf das Thema aufmerksam machen, aber auch den betroffenen Frauen und Mädchen Mut machen mit ihren Geschichten an die Öffentlichkeit zu gehen.

Gewalt begegnet uns in vielen Bereichen und Facetten. Eine Form gesellschaftlicher Gewalt geht auch aus von den Perfektionsbildern, die uns durch die Medien immer wieder vorgeführt werden. Wir haben fit, beweglich, schlank und allzeit fröhlich zu sein. Behinderung oder nur Anderssein wird häufig als Makel behandelt, und es treten dann Menschen mit dem jeweiligen Makel als Überwinderinnen und Überwinder eben dieses Makels auf. Menschen, die einfach nur mit ihrer Einschränkung leben wollen, kommen eher nicht vor.

In der Tagesveranstaltung wird dem Phänomen der Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung nachgegangen, wohl wissend, dass nur ein Ausschnitt dieser brisanten Frage betrachtet werden kann. Es soll ein Forum sein, damit auch Frauen und Mädchen, die sich als Betroffene schämen und nicht zeigen wollen, sehen können: Es ist möglich darüber zu reden und es gibt Unterstützung.

Der Begrüßung folgen die Programmpunkte: 10.30 Uhr Vortrag „Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Das gesellschaftliche Phänomen und das individuelle Problem“ mit der Referentin Bartels-Pipo, Dipl. Sozialpädagogin und Mitarbeiterin der Beratungs- und Interventionsstelle des Vereins Frauen helfen Frauen MTK e.V., 11.30 Uhr Vortrag „Die besondere Dynamik bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung und die Ausstiegsmöglichkeiten“ mit der Referentin Susanne Hasel, Sexualpädagogin, Schulungsleiterin beim Weibernetzwerk Kassel, 12.30 Uhr Pause und Gelegenheit für Diskussion und Austausch.

Von 13.30 bis 15.30 Uhr werden diese Workshops angeboten: 1. Möglichkeiten und Grenzen für ehrenamtlich Tätige in diesem Bereich, 2. Forderungen an die Hilfeeinrichtungen, die Öffentlichkeit und die Politik, 3. Frauenbeauftragte in Einrichtungen – Weibernetzwerk.

Nach einer Pause werden ab 16 Uhr die Workshop-Ergebnisse im Plenum vorgestellt. Um 17 Uhr endet die Veranstaltung.