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Letzte Aktualisierung: 01.03.2021

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Baugebiet „Am Krifteler Wäldchen“

Jirasek informierte im Ausschuss über Sachstand im Umlegungsverfahren

von Adolf Albus

(12.02.2021) Das Gebiet "Am Krifteler Wäldchen" für Wohnen und Gewerbe – gelegen zwischen Bahngleisen und der Autobahn - ist eines der größten Bauvorhaben der Obstbaugemeinde. Etliche Gespräche haben in der Vergangenheit mit den rund 70 Eigentümern des etwa 14 Hektar großen Geländes stattgefunden.

Foto: Gemeinde Kriftel
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Nach anfänglicher Zurückhaltung sei er nun "ganz zufrieden, wie sich die Grundstücksgeschäfte entwickelten", erklärte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek vergangene Woche im Planungsausschuss. Thema war dort der aktuelle Sachstand im Umlegungsverfahren. „Einige wenige Gespräche gestalteten sich bisher zäh, auch weil durch Corona keine persönlichen Gespräche stattfinden konnten“, bedauert Jirasek. Im Dezember hatte die Verwaltung in der Gemeindevertretung ihren Bericht vorgelegt, der auf Antrag der SPD und FDP noch einmal in den Planungsausschuss überwiesen worden war.

Nach der Vorlage sind 19 Kaufverträge mit 24 Flurstücken bisher beurkundet worden, davon 16 Flurstücke im Bereich des künftigen Gewerbegebietes und 8 auf den Flächen, die für die Wohnbebauung vorgesehen sind. Die Summe der gekauften Flächen entspricht mit  48.334 Quadratmetern etwa 34 Prozent der Gesamtfläche. Weitere 18 Prozent der Flächen befanden sich bereits im Eigentum der Gemeinde. Für die Grundstücke, auf denen später Häuser gebaut werden sollen, wurde ein Quadratmeterpreis von 210 Euro aufgerufen, für das Gewerbegebiet 105 Euro pro Quadratmeter. Das Grundstücksgeschäft wird durch die Hessische Landgesellschaft (HLG) abgewickelt, die als Treuhänder der Gemeinde die Landankäufe tätigt.

 

Auszahlung an Eigentümer wird zeitlich gestaffelt

Die Auszahlung der Ankaufspreise an die Grundstückseigentümer im Bereich Wohnen erfolgt in zwei Teilbeträgen. Der erste Betrag wird in Höhe der 2018 beschlossenen Ankaufspreise von 105 Euro pro Quadratmeter ausgezahlt, der zweite Teilbetrag nach Rechtskraft des Bebauungsplans, jedoch spätestens am 30. Juni diesen Jahres. Wer Grundstücke im Bereich Gewerbegebiet verkauft hat, bekommt den Erlös in einer Summe überwiesen. Insgesamt wurde bereits Grund für 7,4 Millionen Euro angekauft.

Es gibt auch Eigentümer, die sich für eine Zuteilung ausgesprochen haben. 7 von insgesamt 23 Grundstückseigentümern haben bisher die Zuteilungsvorschläge unterzeichnet, heißt es in dem Bericht der Verwaltung. Jedem Eigentümer wird ein Grundstück mit mindestens dem Verkehrswert zugeteilt, den sein früheres Grundstück zum Zeitpunkt des Umlegungsbeschlusses hatte. „Hier haben die Eigentümer häufig Wünsche geäußert, wo ihr neues Haus stehen soll“, erklärte Jirasek im Ausschuss. Er sei froh, dass es gelungen sei, sich hinsichtlich der Bestandsimmobilie am Bahnhof über eine Lösung zu verständigen.

Die Ingenieurpartnerschaft Schweiger + Scholz aus Bensheim wird nun zunächst mit der Grundlagenermittlung, der Vorplanung und der Entwurfsplanung für die Erschließungsanlagen „Verkehrsflächen, Kanalbau und Wasserleitungsbau“ beauftragt. Auf Grundlage der Vorplanung könnten dann die notwendigen Anpassungen des Bebauungsplanes erfolgen, um im Jahr 2021 die Bauleitplanung entsprechend voranzutreiben, heißt es in der Drucksache.