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Letzte Aktualisierung: 30.11.2021

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Baubeginn für die Grundschule im Europaviertel

von Ilse Romahn

(19.11.2021) „Wir alle haben lange darauf hin gefiebert, jetzt geht es endlich los!“, freut sich Bildungs- und Baudezernentin Sylvia Weber. „Mit dem Neubau der Grundschule im Europaviertel schaffen wir neue Perspektiven für das Gallus und das Europaviertel, bringen Kinder mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen und Hintergründen zusammen und stärken die Chancengleichheit hier vor Ort.“

Der neue Bildungsstandort im Europaviertel besteht aus einer fünfzügigen Grundschule mit erweiterter schulischer Betreuung, einer sechsgruppigen Kindertageseinrichtung für unter Dreijährige und über Dreijährige, einer Zweifeldsporthalle, den jeweils erforderlichen Freianlagen und einer Hausmeisterwohnung. Bereits seit Sommer 2019 bietet die Schule im Pakt für den Nachmittag 120 Plätze in der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) an. Neben Vorlaufkursen und einem Intensivkurs gibt es auch ein Angebot der Jugendhilfe in der Schule, die die ESB in Kooperation mit dem Träger FIEF, dem Frankfurter Institut für Erziehungshilfen und Familienbegleitung, verwirklicht.
 
„Auf einer Fläche der Größe zweier Fußballfelder entsteht hier eine herausragende Lernlandschaft, die Lern- und Lebensraum für eine inklusiv und ganztägig arbeitende Grundschule sein wird. Wir wollten dabei vor allem eine hohe Formnutzungskongruenz des Gebäudes erreichen. Denn neue pädagogische Konzepte verlangen neue architektonische Maßstäbe. Modernität trifft damit Inklusion und Transparenz. Das Gebäude und seine Raumbildung hin zum öffentlichen Raum werden als Aushängeschild der Schule im Stadtbild von besonderer Bedeutung sein“, sagte die Stadträtin. Für dieses Projekt nehme die Stadt Frankfurt 44,6 Millionen Euro in die Hand, ergänzt Weber.
 
Grundschule, Kindertageseinrichtungen und Sporthalle befinden sich gemeinsam unter einem Dach. Der Baukörper löst sich bewusst von der orthogonalen Baustruktur der umgebenden Bebauung und entwickelt sich in freier Ausformung aus dem benachbarten Gleispark heraus. Das Dach der abgesenkten Sporthalle unterstützt als „grüner Sockel“ die Verknüpfung des Gebäudes mit seiner Umgebung. Großzügige Vordächer schaffen überdachte Eingangsbereiche und Pausenflächen. Außerdem wurde mit der vorliegenden Planung bereits die Option einer späteren Erweiterung der Grundschule in Form einer Aufstockung berücksichtigt.
 
Der Innenraum wird durch mehrgeschossige Atrien geprägt, in denen offene Treppen die Geschosse miteinander verbinden. Dadurch wird die Orientierung im Gebäude erleichtert und Tageslicht von oben in die Innenbereiche geführt. Die offenen Verbindungen der Geschossebenen werden durch umlaufende Fluchtbalkone und Außentreppen ermöglicht, über die die Entfluchtung aus den Aufenthalts- und Klassenräumen erfolgt.
 
„Die Schulgemeinde wird sich richtig wohlfühlen, davon bin ich überzeugt. Wenngleich der Wermutstropfen bleibt, dass die aktuellen Jahrgänge selbst nicht mehr hier werden lernen können. Ihnen danke ich für den jahrelangen Einsatz für ihre Schule und das eigene Umfeld. Ihr Engagement war nicht umsonst, sondern hat uns als Politik den notwendigen Rückenwind verschafft“, sagt Weber. (ffm)