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Letzte Aktualisierung: 03.04.2020

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Baubeginn an der Hostatoschule in F-Höchst

Stadtrat Schneider: Erweiterungsbau ermöglicht Entwicklung zur Ganztagsschule

von Ilse Romahn

(18.03.2020) Die Hostatoschule in Höchst erhält einen Anbau für die erweiterte schulische Betreuung.

„Damit beheben wir die Raumnot dieser traditionsreichen Schule“, sagte Baudezernent Jan Schneider anlässlich des Baubeginns. Der Neubau mit 1500 Quadratmeter Nutzfläche kostet rund acht Millionen Euro und wird voraussichtlich im November 2021 fertiggestellt. „Die Schule wird dann deutlich bessere Bedingungen für den Ganztagsbetrieb haben“, betonte Schneider. „Der Anbau passt sich an das Bestandsgebäude aus dem 19. Jahrhundert an und zeigt, dass es auch für Schulen mit schützenswerter Bausubstanz sehr gute Erweiterungslösungen gibt.“ Der anlässlich des Baubeginns geplante Ortstermin auf dem Schulgelände war wegen der Corona-Krise abgesagt worden.

Das Hauptgebäude der Hostatoschule wurde in den Jahren 1895 bis 1898 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Für die erweiterte schulische Betreuung und die Essensversorgung sind derzeit keine eigenen Räume vorhanden. Deshalb erhält das Bestandsgebäude einen Anbau, den das Darmstädter Architekturbüro DBN entworfen hat. Geplant sind Betreuungsräume, ein Speisesaal mit Mischküche, ein Mehrzweckraum, ein Intensivraum und Büroräume. Da es im östlichen Bereich des Grundstücks einen alten, schützenswerten Baumbestand gibt, kann der Anbau nur im westlichen Teil errichtet werden. Dort befindet sich derzeit noch ein Bauwerk, das zur Unterführung der Leunastraße gehört und als Vorabmaßnahme rückgebaut werden muss.

Der dreigeschossige Anbau schließt direkt an das Bestandsgebäude an. Er nimmt die Kubatur des Bestandes in Trauf-, First- und Fassadenaufteilung auf und zitiert die charakteristischen Renaissancegiebel der Schule. Konstruktion und Baumaterialien sowie der Verzicht auf jegliche Profilierung der Fassadenoberflächen machen den Neubauteil jedoch klar erkennbar. Zur stark frequentierten Leunastraße hin zeigt sich die Fassade des Anbaus geschlossener. Hier befinden sich lediglich Öffnungsflügel zur natürlichen Belüftung der Räume und ein Nebeneingang für die Mensa im Erdgeschoss. Die Nordfassade reagiert auf die im Schulhof stehende Platane, die erhalten bleibt. In diesem Bereich öffnet sich der Anbau, die gebogene Fassade erstreckt sich über die gesamte Höhe und passt sich der Form des Baumes an. Der Anbau wird über eine Fuge vom Bestand optisch getrennt. Über einen Aufzug im neuen Trakt wird künftig das gesamte Gebäude barrierefrei erschlossen.

Die Erweiterung der Hostatoschule ist nur eines von mehreren Projekten im Frankfurter Westen. So wurde zum Jahresbeginn der Neubau der Ludwig-Weber-Schule in Sindlingen in Betrieb genommen. Der Neubau der Henri-Dunant-Schule folgt zu Beginn des kommenden Schuljahres. Die Fridtjof-Nansen-Schule in Nied hat eine neue Holzmodulanlage erhalten, und die Erweiterung der Robert-Blum-Schule in Höchst soll bis zum Sommer 2021 fertiggestellt sein. „Allein in die fünf aktuellen Neubau- und Erweiterungsprojekte im Frankfurter Westen investiert die Stadt Frankfurt am Main zusammen rund 65 Millionen Euro“, betonte Schneider. „Daran zeigt sich eindrucksvoll, mit welch hohem Aufwand zusätzliche Kapazitäten an den Schulen geschaffen und die Lern- und Arbeitsbedingungen verbessert werden. Mit dem geplanten Berufsschulcampus in Unterliederbach steht eine weitere große Investition in die Schullandschaft im Frankfurter Westen bevor.“ (ffm)