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Letzte Aktualisierung: 27.02.2021

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Bauarbeiten an der Schule am Hang beginnen

Stadtrat Schneider: Grundschule wird saniert und erweitert

von Ilse Romahn

(19.02.2021) Mit vorbereitenden Arbeiten fällt in der siebten Kalenderwoche der Startschuss für die Sanierung und Erweiterung der Schule am Hang in Bergen-Enkheim.

Schule am Hang, Rendering 1, Urheber: Thomas Knapp
Foto: Arge Kaufmann/Neumann
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„Damit bringt das Amt für Bau und Immobilien nicht nur ein sanierungsbedürftiges Schulgebäude auf den neusten Stand, sondern schafft auch mit einem modernen Erweiterungsbau Platz für zusätzliche Schülerinnen und Schüler sowie den Ganztagsbetrieb“, betont Baudezernent Jan Schneider. „Außerdem erhält die Grundschule die dringend benötigte zweite Turnhalle und eine Mensa.“ Insgesamt investiert die Stadt Frankfurt am Main rund 45 Millionen Euro in die Grundschule. Die Fertigstellung ist für 2024 vorgesehen.

Um Platz für die Erweiterungsbauten und die Baustelleneinrichtung zu schaffen, müssen auf dem Grundstück zunächst 22 Bäume gefällt werden, davon sieben auf dem Schulhof. Für die Bäume sind Ersatzpflanzungen auf den Freiflächen der Schule vorgesehen. „Die Schule am Hang wird auch künftig eine Schule im Grünen sein“, betont Schneider. Um den Unterricht möglichst wenig zu stören, wird für die Fällarbeiten die Zeit vor der Wiederaufnahme des Regelbetriebs an der Schule genutzt. Im nächsten Schritt beginnen die Abbrucharbeiten für den ersten Bauabschnitt.

Die in den 1950er und 1970er Jahren entstandenen Gebäude der Schule am Hang befinden sich zum Teil in einem schlechten Zustand. Es gibt Mängel beim Brandschutz und beim energetischen Standard sowie undichte Stellen in den Dächern. Außerdem lassen sich in der vorhandenen Raumstruktur die aktuellen pädagogischen Anforderungen nicht umsetzen. Die Schule ist nicht barrierefrei und kann deshalb nicht inklusiv arbeiten. Für die bereits erfolgte Erweiterung von vier auf fünf Züge und den Ganztagsbetrieb fehlen Räume sowie eine zweite Turnhalle.

Mit Sanierung und Neubau wird die Schule am Hang ausreichend Platz für 550 Schülerinnen und Schüler haben. Das architektonische Konzept der Arbeitsgemeinschaft HK Architekten/Neumann Architektur sieht vor, die fünf charakteristischen Klassenpavillons zu erhalten und zusammen mit der bestehenden Sporthalle in einen Gesamtkomplex zu integrieren. Ergänzungsbauten verbinden die Gebäude barrierefrei und stellen zusätzliche Räume bereit. „Mit dieser Architektur wird gewährleistet, dass sich die Schule weiterhin in die kleinteilige Struktur der Wohnbebauung in der Nachbarschaft integriert“, betont Schneider. Über der bestehenden Sporthalle entsteht ein „Kinderrestaurant“, das mit einem großen Mehrzweckraum kombiniert und für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die zweite Sporthalle wird neben der bestehenden errichtet und zum Teil in den Hang integriert. Sie erhält ein Spielfeld auf dem Dach und einen eigenen Zugang für externe Nutzungen. „Durch die Nutzung der Dachflächen der Sporthallen können wir die Schule sehr platzsparend erweitern“, erläutert Schneider.

Vier der fünf Pavillons werden künftig als sogenannte Lernhäuser für jeweils eine Jahrgangsstufe mit je fünf Klassen genutzt. Sie sind als moderne Lernlandschaften mit einem gemeinsamen „Marktplatz“ organisiert. Auf diese Weise entstehen kleine „Schulen in der Schule“. Die Kinder halten sich überwiegend in ihrem jeweiligen Lernhaus auf und erreichen Fachräume, Mensa und Sporthalle über eine barrierefreie Verbindung im Ergänzungsbau. Die Fachräume im Erdgeschoss – unter anderem für Kunst, Musik, IT – haben Ateliercharakter und einen eigenen Zugang ins Freie. Im fünften Klassenpavillon wird die Ganztagsbetreuung untergebracht. Das bestehende Gebäude des Horts im Westen des Geländes ist nicht sanierbar und wird im Zuge der Gesamtbaumaßnahme abgebrochen. An dieser Stelle entstehen Sport- und Spielflächen für die Schule.

Während der Bauzeit wird die Schulgemeinde in eine aus vier Gebäuden bestehende Stahlmodulanlage auf dem Parkplatz der Schule am Ried ausgelagert. Diese Fläche ist nur einen Kilometer von der Schule am Hang entfernt sowie bereits erschlossen und befestigt, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden können. (ffm)