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Letzte Aktualisierung: 24.01.2020

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Bamberger Symphoniker am 19. Januar in der Alten Oper

von Ilse Romahn

(08.01.2020) „Erinnerung“ lautet das Motto, das die Bamberger Symphoniker sich über ihre aktuelle Spielzeit geschrieben haben, und was das bedeutet, formuliert Jakub Hrůša, Chefdirigent des Orchesters seit 2016, wie folgt:

Bildergalerie
Jakub Hrůša
Foto: Andreas Herzau
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Hélène Grimaud
Foto: Mat Hennek, DG
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kein Schwelgen in Nostalgie, sondern der Erinnerung „eine greifbare Form“ geben, „aus der etwas Neues entstehen kann“. Das betrifft auch ihre gemeinsame Sicht auf die vierte Sinfonie Gustav Mahlers, mit welcher die Bamberger Symphoniker und Jakub Hrůša am Sonntag, 19. Januar 2020, von 19.00 Uhr an der Einladung in den Großen Saal der Alten Oper Frankfurt folgen – ergänzt um das Klavierkonzert von Maurice Ravel mit der Pianistin Hélène Grimaud, die darin den Solopart übernimmt.

Die Interpretation der Werke Gustav Mahlers nimmt in der künstlerischen Arbeit des Orchesters eine besondere Rolle ein, verbindet sie sich doch mit den Wurzeln des Orchesters: Mahler selbst hatte 1908 mit dem Orchester des Neuen Deutschen Theaters Prag und damit dem Vor-Vorgängerorchester der Bamberger Symphoniker seine siebte Sinfonie zur Uraufführung gebracht. Seitdem hat das Orchester sich regelmäßig mit den Werken Mahlers auseinandergesetzt, einen nach ihm benannten renommierten Dirigentenwettbewerb etabliert und unter Hrůšas Vorgänger Jonathan Nott eine international hochgelobte Gesamteinspielung der Mahler-Sinfonien vorgelegt. Hrůša selbst schreibt die Mahler-Rezeption des Orchesters nun in eigenem Tempo fort: Seinen eigenen Mahler-Zyklus begann er mit seinem Antrittskonzert im September 2016 – knapp vier Jahre später ist er nun bei der vierten Sinfonie angelangt, jener lichten und zugleich doppelbödigen „Wunderhorn“- Sinfonie mit ihrem Vokalpart im vierten Satz, für den im Konzert in der Alten Oper die tschechische Sopranistin Kateřina Kněžíková zuständig ist.

Das Gegenstück, heiter auf seine Weise, bildet an dem Abend Ravels Klavierkonzert, ein Werk, das zu den Repertoireschwerpunkten der französischen Pianistin Hélène Grimaud zählt. Auch für die international gefeierte Musikerin verknüpft sich im Übrigen die Erinnerung mit ganz Gegenwärtigem: „Musik kann daran erinnern, dass es neben den Belanglosigkeiten des Alltags einen Ort gibt, der den Sinn bewahrt, und dass wir nicht unter der Last des Vergessens leiden: Das Wunder des Lebens besteht in der Fähigkeit, zu reflektieren und zu erinnern.“

Abonnement Sonntagabendkonzerte

€ 29,- / 49,- / 69,- / 85,- (Endpreise) Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de