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Letzte Aktualisierung: 08.02.2023

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Bad Soden: Neujahrsempfang und Neubürgerbegrüßung

von Adolf Albus

(17.01.2023) Volles Haus beim städtischen Neujahrsempfang mit Neubürgerbegrüßung am vergangenen Samstagvormittag im H+ Hotel: Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie konnten sich Bürgermeister, Politik, Stadtverwaltung, Ehrengäste und Neubürger wieder persönlich begegnen. Auch die Partnerstädte Kitzbühel, Rueil-Malmaison und Franzenzbad waren mit Delegationen vertreten.

Die etwa 1.000 Gäste – unter ihnen Politprominenz wie Bettina Stark-Watzinger, Bundesministerin für Bildung und Forschung, oder Landrat Michael Cyriax – wurden vom Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt begrüßt, der mit einem emotionalen Apell für ein Ende des Ukraine-Krieges plädierte. Das Rahmenprogramm gestaltete die Bad Sodener Musikstiftung Jürgen Frei mit Stücken aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauss jr. und „Heinzelmännchens Wachtparade“ von Kurt Noak.

Neujahrsansprache

Höhepunkt des Bühnenprogramms war die Neujahrsansprache von Bürgermeister Dr. Frank Blasch, der diese in den vergangenen zwei Jahren nur online halten konnte. „Vor drei Jahren habe ich auf dieser Bühne einen großen Ausblick auf die kommenden Jahre gewagt. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass so etwas wie eine globale Pandemie unser Leben durcheinanderwirbeln könnte“, sagt Dr. Frank Blasch. „Als Politiker sind wir es gewohnt, auch schwierige Entscheidungen zu treffen, doch ich muss sagen, die Entscheidungen, die während Corona zu treffen waren, hatten eine deutlich andere Qualität und Reichweite – das war auch für mich nicht einfach. Umso mehr freue ich mich, dass wir den Start des neuen Jahres nun wieder gemeinsam in diesem Rahmen begehen können“.

„Mitten in die Coronazeit fiel das Starkregenereignis am 14. August 2020, das wir alle so schnell nicht vergessen werden. Das hat uns zum einen vor Augen geführt, was für eine tolle und einsatzstarke Feuerwehr wir haben, zum anderen, dass wir dem Thema Hochwasserschutz noch mehr Priorität einräumen müssen, was wir seither auch getan haben“, so Dr. Blasch. 

Das Bürgermeister weiter: „Mit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine erreichte uns dann 2022 allerdings noch ein weiterer Schrecken, der eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft in unserer Stadt ausgelöst hat. Das berührt mich persönlich nach wie vor sehr.“

Projekte von großer Bedeutung

Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate hob Bürgermeister Dr. Frank Blasch einige Projekte hervor, die für die Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung sind: neben diversen Straßenbaumaßnahmen sind das vor allem die Umgestaltung der Busbahnhofs, der Umbau des Medico-Palais als Verwaltungsstandort und auch der flächendeckende Glasfaserausbau in allen drei Stadtteilen. Auch werde bereits jetzt an einem umfangreichen Kunst- und Kulturprogramm gearbeitet. Beliebte Feste wie die Weintage, das Sommernachtsfest, Jazz am Quellenpark, die Sonntagskonzerte, Ausstellungen und Führungen würden stattfinden. „Ein Highlight im Veranstaltungskalender ist das Straßenfest zum 200-jährigen Bestehen der Königsteiner Straße am Sonntag, 7. Mai 2023. Darauf freue ich mich schon sehr“, so Dr. Blasch. „Zuvor feiern wir aber noch ‚25 Jahre Kulturzentrum Badehaus‘ mit den Tagen der Künste am 28. und 29. Januar 2023.“

Zum Abschluss seiner Rede wies Dr. Blasch auf die in diesem Jahr anstehenden Bürgermeister-, Landrats- und Landtagswahlen hin und ermunterte alle Wahlberechtigten, ihr Wahlrecht in Anspruch zu nehmen. Mit den Worten „Ich wünsche Ihnen für 2023 alles erdenklich Gute, viel Erfolg, Glück, Gesundheit, Kraft und Gottes Segen“ beendete Bürgermeister Dr. Blasch seine Neujahrsansprache.

Den Abschluss im Programm bildeten die Sternsinger der Katholischen Pfarrei Heilig Geist am Taunus.

Vereine stellten sich vor

Insgesamt 50 Vereine und Institutionen aus den Stadtteilen Bad Soden, Neuenhain und Altenhain präsentierten ihre Angebote. Mit Infoständen, Broschüren, Flyern und vor allem persönlichen Gesprächen gaben sie den Neubürgern und Interessierten einen Überblick über die Möglichkeiten, in Bad Soden am Taunus aktiv zu sein und Gemeinschaft zu finden.

Neubürgerempfang

Traditionell werden im Rahmen des Neujahrsempfangs auch die Bad Sodener Neubürger begrüßt. In diesem Jahr waren etwas mehr als 300 der Einladung der Stadt gefolgt und ins H+ Hotel gekommen. Neben Neubürgern aus Deutschland kommen die meisten Zugezogenen aus Korea, der Ukraine und Indien. Eine kleine Umfrage unter den Neubürgern ergab, dass sich vor allem junge Familien aufgrund der guten Infrastruktur, der vielen Grünflächen und des kulturellen Angebots für Bad Soden am Taunus als Wohnort entscheiden. Insgesamt konnte Bad Soden am Taunus im vergangenen Jahr 1.800 Neubürger begrüßen.

Delegationen aus Franzensbad, Rueil-Malmaison und Kitzbühel

Bad Sodens Partnerstädte Franzensbad in Tschechien, Rueil-Malmaison in Frankreich und Kitzbühel in Österreich entsandten größere Delegationen zum Neujahrsempfang. Zum Teil seit Jahrzehnten pflegt Bad Soden am Taunus gemeinsam mit dem Städtepartnerschaftsverein IKUS enge Kontakte zu seinen Partnerstädten, die von einem regen kulturellen Austausch und gegenseitigen Besuchen geprägt sind. Bürgermeister Dr. Blasch wurde im Anschluss an seine Neujahrsansprache eine Dankesurkunde anlässlich des 750-jährigen Stadtjubiläums im Namen des Kitzbühler Bürgermeisters übergeben.