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Letzte Aktualisierung: 03.07.2020

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Bad Reichenhall: 48 Stunden in der bayerischen Alpenstadt

Vom Barfußweg zur „Grande Dame“

von Ilse Romahn

(30.06.2020) Bayerische Alpenstadt mit Flaniermeile, Deutschlands einziges philharmonisches Kurorchester, eine der spektakulärsten Seilbahnen der Welt und vieles mehr.

Der Blick von der Tagesbar des berühmten Kaufhauses Juhasz reicht über die Bad Reichenhaller Altstadt bis zu Reiter Alpe und Müllner Hörnd.
Foto: Berchtesgadener Land Tourismus
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Bad Reichenhall darf sich zurecht mit klangvollen Attributen schmücken. Die „Mini-Metropole“ hat jedoch nicht nur für Natur- und Kultur-Interessierte, sondern auch für Shopping- und Wellness-Fans Allerlei zu bieten. Wie man es schafft, in nur zwei Tagen die Highlights in und um Bad Reichenhall zu sehen? Hier die besten Tipps für einen kleinen Trip in die südostbayerische Grenzstadt. www.bad-reichenhall.de

TAG 1: Etwas Prickelndes ausprobieren
… und zwar gleich am Morgen: Auf dem Barfußweg im Ortenaupark gegenüber des Königlichen Kurgartens Bad Reichenhall spüren frühe Spaziergänger mit Kiesel, Holz, Sand und Zweigen allerlei Ungewöhnliches. Der Parcours stärkt nicht nur das Körperbewusstsein, er aktiviert auch die Fußreflexzonen – und bringt damit erste Energie für den Tag.

Bummeln im schönsten Modehaus
Nach dem Frühstück im Hotel geht‘s zum Einkaufsbummel in die Reichenhaller Flaniermeilen Ludwig- und Poststraße: Wer auf Original-Accessoires aus den 50er-Jahren ebenso steht wie auf hochmoderne Architektur, Trends, echte Tracht und individuelle Stilberatung, ist im Kaufhaus Juhasz richtig. Nicht umsonst wurde es zum schönsten Modehaus Deutschlands gekürt.

Uralte Holztische und Terrassenbestuhlung in Weißmetall, die früher wohl ansässige Kurhotels geschmückt haben: So viel Originalmöblierung wie in der Tagesbar im obersten Stockwerk des Kaufhauses trifft man selbst in großstädtischen Vintage-Bars selten an. Wer sich nach einem Mittagssnack mit Superfood-Salat und Mangokäsekuchen noch weiter mit Essen und Trinken befassen möchte, wird in der Kochbuch- und  Haushaltsabteilung fündig – wie Designliebhaber übrigens auch. Neben dem alteingesessenen Kaufhaus laden in der Fußgängerzone weitere 30 familiengeführte Geschäfte und Boutiquen wie das mehr als 150 Jahre alte Juweliergeschäft Iblacker oder die Genusswelt Irnsperger zum nachmittäglichen Bummel ein – als ständigen Begleiter die Berge, die beschützend die Stadt Bad Reichenhall umrahmen. 

Nach dem Shopping ist vor der Wellness
Ehe sich Reichenhall-Besucher zum Abendessen ins Hotel-Restaurant zurückziehen, entspannen sie ihre müden Muskeln in der AlpenSole ThermenLandschaft der Rupertus Therme. Bleibt noch Zeit, lohnt eine Laist-Anwendung aus Tonmineralien für die Haut oder ein feuriger Salzaufguss in der alpinen Saunalandschaft – so, wie es sich in einer Salinenstadt gehört.  

Poker-Gesicht oder Klassik-Gehör
Nach dem Dinner beginnt für Junge und Junggebliebene das Nachtleben in der 19.000-Einwohner-Stadt: mit einem Besuch der Spielbank oder eines Konzerts der Bad Reichenhaller Philharmoniker. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Christian Simonis pflegen dort 44 erfahrene Berufsmusiker aus 13 Nationen eine einzigartige Tradition: Früher weit verbreitet, sind ganzjährig klassische Unterhaltungskonzerte heute in dieser Qualität vor allem noch in Bad Reichenhall lebendig. Im Sommer dient übrigens der Königliche Kurgarten, umgeben von Jugendstil-Villen und neobarocken Bauwerken als Kulisse für den Musikgenuss. 

TAG 2: Besuch der alten Dame
Sie hat kürzlich ihren 90. Geburtstag gefeiert, bewegt sich wie in ihrer Jugend und alles an ihr ist noch original: Tag 2 ist für die Predigtstuhlbahn reserviert. Sie gilt als „Grand Dame der Alpen“ und gehört zu den spektakulärsten Seilbahnen der Welt. Ihre Gäste bringt sie in knapp zehn Minuten von etwa 500 auf den 1.614 Meter hohen Predigtstuhl – dabei schweben sie bis zu 180 Meter hoch über der Erde. Oben angekommen, werden Wanderer mit einer Aussicht über den Chiemsee bis in die Loferer Steinberge begrüßt. Aktive wählen die kleine, etwa 40-minütige Panoramarunde, während Genießer zur Schlegelmulden-Alm laufen, um sich dort einen Apfelstrudel zu gönnen oder nach der Talfahrt nach Bad Reichenhall einen Abstecher durch die Nonner Au zu machen. 

Zum Schluss ein wenig Mozart
Als Belohnung für Ausflügler winkt anschließend ein Besuch des berühmten Café Reber, das in Bad Reichenhall eine Sonderrolle einnimmt. Dort begann die Erfolgsgeschichte der echten Mozart-Kugeln, die schnell in aller Welt berühmt wurden und noch heute in der Alpenstadt produziert werden. Bei süßen Marzipan-Pistazien-Köstlichkeiten lassen Gäste ein Wochenende voller Natur, Kultur und Kulinarik gebührend ausklingen.

Weitere Auskünfte: Berchtesgadener Land Tourismus GmbH  www.bad-reichenhall.de    www.berchtesgaden.de