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Bach: 2xhören mit Jean-Guihen Queyras in der Alten Oper

(Wieder)erkennen macht einen Unterschied: In der Reihe „2 x hören“ der Alten Oper Frankfurt werden zentrale kammermusikalische Werke dem Publikum nahegebracht.
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Jean-Guihen Queyras
Foto: privat

Dem Titel gemäß erklingt das entsprechende Werk zweimal: zunächst unkommentiert, dann richten die Musikerinnenund die Musiker  und der Moderator und Alte Oper-Intendant Markus Fein im Werkstattgespräch das Augenmerk auf Stellen, die aufhorchen lassen, auf Nuancen und Kühnkheiten, auf kompositorische Kniffe und Geniestreiche – oder auch auf persönliche Lieblingsstellen oder Hürden aus der Sicht der Interpretinnen und Interpreten. Auf der Basis dieses Hintergrundwissens lässt sich die Musik beim zweiten Hören neu erfahren und wertschätzen. Mit dem Format richtet sich die Alte Oper auch an Klassikneulinge, die sich gerne an Musik heranführen lassen möchten. Im Anschluss an die Gesprächskonzerte ist das Publikum herzlich eingeladen zum lockeren Ausklang gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren des Abends.

Im ersten Termin der Reihe in der aktuellen Spielzeit am Freitag, 8. Dezember 2023, folgt der Cellist Jean-Guihen Queyras der Einladung zum Gesprächskonzert in die Alte Oper. Von 20.00 Uhr an steht dann im Mozart Saal die fünfte Suite für Violoncello solo BWV 1011 von Johann Sebastian Bach auf dem Programm. Mit seiner Einspielung der gesamten Solosuiten hatte sich der frankokanadische Cellist 2007 einen Namen als einer der großen Interpreten dieses Meilensteins der Musikgeschichte gemacht. Die Auseinandersetzung mit den sechs Suiten ist für Queyras gleichwohl längst nicht abgeschlossen. In den Coronajahren 2020 und 2021 veröffentlichte er eine Reihe von YouTube-Videos als Workshops über die Suiten, und im vergangenen Jahr erschienen seine Reflexionen zu den Suiten in Buchform. Was die fünfte Suite betrifft, beschäftigen den Cellisten gleich mehrere Fragen, etwa folgende: Wie entsteht das Gefühl der Schwere, der Schwerkraft in der Allemande? Warum verzichtet Bach in der Gigue weitgehend auf das Tänzerische zugunsten einer eher beruhigenden Wirkung? Wie gelingt ihm in der Sarabande dieser so einzigartige und wunderbare Zustand metaphysischer Zeitlosigkeit? Im Gespräch mit Intendant Markus Fein erläutert Queyras seinen persönlichen Zugang zu Bachs fünfter Suite, die er gleich zweimal an diesem Abend interpretiert.

Projektpartner 2 x hören: Stadt Eschborn

€ 19,- / 25,- / 32,- / 39,- (Endpreise) Tickethotline: (069)1340400 ▪ www.alteoper.de