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Letzte Aktualisierung: 06.12.2022

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Bürokratischer Impfaufwand nimmt zu

Hausärzte impfen zunehmend nicht mehr gegen Corona

von Norbert Dörholt

(22.11.2022) Immer mehr Hausärzte nehmen in ihren Praxen Abstand von dem Angebot an ihre Patienten, gegen Corona zu impfen. "Auf unsere Nachfrage vor Ort liegt diese Entscheidung nicht an mangelnder Impfbereitschaft der Ärzte, sondern vor allem an dem umfangreichen bürokratischen Impfaufwand wie Aufklärung, Dokumentation und Nach-Beobachtung", erklärt der Vorsitzende der „Interessenvertretung für Patienten-&-Versicherte“ Manfred Pfeiffer im neuen InfoBlatt Aufgepasst & Hergehört des Vereins.

Wegen des hohen bürokratischen Aufwands impfen viele Hausärzte nicht mehr gegen Corona hat die Interessenvertretung für Patienten & Versicherte ermittelt, wie deren Vorsitzender Manfred Pfeffer mitteilte.
Foto: Privat
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"Eine zusätzliche Belastung für das Praxispersonal entsteht durch Impfstoffnachfragen seitens der Patienten, die dann teilweise ihre Impftermine nicht einhalten", schreibt Pfeiffer. Diese Unkalkulierbarkeit der Impfstoffverfügbarkeit in den Praxen führe wiederum dazu, dass angebrochene Impfdosen zu Lasten des Arztes vernichtet werden müssten. Die starke Belastung für die Praxis-Mitarbeiter wirke sich auch auf die Regelversorgung negativ aus.

In Corona-Impfzentren aber könne man sich jederzeit impfen lassen. Und: Nach wie vor seien alle anderen Impfungen beim Hausarzt möglich!