Das Online-Gesellschaftsmagazin aus Frankfurt am Main

Letzte Aktualisierung: 23.07.2021

Werbung
Werbung

Bürgerinformationsabend zum Bebauungsplan „Sinai II und III“ stößt auf großes Interesse

von Adolf Albus

(18.06.2021) Am vergangenen Mittwochabend fand erstmals seit vielen Monaten wieder eine Präsenz-Bürgerinformationsveranstaltung im Verwaltungsgebäude Neuenhain statt. Thema war der Bebauungsplan Nr. 78 „Sinai II und III“.

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung innerhalb des Bebauungsplanverfahrens haben Bürgerinnen und Bürger ab sofort für vier Wochen die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken zur geplanten Entwicklung des Gebiets zwischen Otfried Preußler-Schule und der Limesspange bei der Stadtverwaltung einzubringen. Bereits am Mittwochabend machten viele Anwesende von der Möglichkeit Gebrauch, Anregungen und Einwände zu Protokoll zu geben, Fragen zu den Themen Verkehrsführung, Hochwasserschutz, Größe und Höhe der geplanten Bebauung und aktueller Stand in Sachen Ansiedlung der Cosnova GmbH an das Podium zu stellen. Dort standen neben Bürgermeister Dr. Frank Blasch auch der Fachbereichsleiter Bauen und Entwickeln, Michael Serba, Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Mobilität, Michael Henninger, und Elisabeth Schade vom Planungsbüro ES als Ansprechpartner zur Verfügung.

„Ich freue mich über das große Interesse seitens der Bürgerinnen und Bürger und kann nur alle dazu ermutigen, sich aktiv in dieses Bebauungsplanverfahren einzubringen. Auch für uns als Verwaltung ist es durchaus etwas Besonderes, ein noch unbebautes Gebiet in dieser Größenordnung zu entwickeln. Besonders wichtig ist mir, dass wir der Ansiedlung der Cosnova GmbH durch das Verfahren einen weiteren wichtigen Schritt näher kommen“, so Bürgermeister Dr. Frank Blasch.

 

Zum Hintergrund

Auf dem ehemaligen Gelände der Gärtnerei Sinai soll nach dem Willen der Stadtverordnetenversammlung ein Wohn- und Gewerbegebiet entstehen. Bereits im Jahr 2016 ist das entsprechende Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht worden. Nach einer Änderung des Geltungsbereichs, die aufgrund von Anregungen aus der Bürgerschaft im Rahmen der ersten Beteiligungsrunde sowie Schwierigkeiten im Umlegungsverfahren vorgenommen wurde, musste das Bebauungsplanverfahren neu gestartet werden. Unter Berücksichtigung des übergeordneten Planungsrechts erarbeitet die Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Planungsbüro ES einen Bebauungsplan für dieses bislang unbebaute Gebiet zwischen Otfried Preußler-Schule und Limesspange. Seit dem Jahr 2002 sieht der regionale Flächennutzungsplan für diesen Bereich eine Gewerbe- und Wohnbebauung vor. Gemäß eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahr 2016 soll auf dem rund sechs Hektar großen Areal, das direkt an die Limesspange grenzt, der Kosmetikhersteller Cosnova, der derzeit in Sulzbach (Taunus) ansässig ist, seine Firmenzentrale bauen. Hierzu wurde bereits ein Kaufvertrag unter bestimmten Bedingungen wie beispielsweise das Inkrafttreten der entsprechenden Bebauungsplansatzung unterzeichnet.

Im oberen Bereich des Bebauungsplangebietes sollen nach den Plänen der Verwaltung rund 300 Wohneinheiten in unterschiedlicher Bauweise entstehen. Die Begrünung der Flachdachflächen, eine Reduzierung des Anwohnerverkehrs durch eine zentrale Quartiersgarage, festgesetzte Gebäudehöhen zwischen elf und 14 Metern, eine Flächennutzungsziffer von maximal 0,4 und die Anlage einer rund drei Hektar großen Parkanlage sind nur einige Punkte, die bereits in den textlichen Festsetzungen des Vorentwurfs des Bebauungsplans Nr. 78 hinterlegt sind.

 

Aktive Bürgerbeteiligung

Ab sofort und bis zum 16. Juli 2021 haben Bürgerinnen und Bürger sowie Träger öffentlicher Belange die Gelegenheit, ihre Vorschläge, Einwände, Anregungen und Bedenken bei der Stadtverwaltung einzubringen. Dies kann entweder in schriftlicher Form, per E-Mail (abt.61@stadt-bad-soden.de) oder aber nach Terminvereinbarung vor Ort (Telefon (06196)208-331) im Verwaltungsgebäude in Neuenhain, Hauptstraße 45, Abteilung Stadtentwicklung und Mobilität, erfolgen.

 

Wie geht es dann weiter?

Nach Sichtung und Auswertung der Vorschläge werden diese abgewogen und im Anschluss in einen Bebauungsplanentwurf eingearbeitet. Ziel ist es, dass Ende dieses Jahres die politischen Gremien über den Entwurf abstimmen, so dass Anfang des nächsten Jahres die nächste Bürgerbeteiligung stattfinden kann.