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BürgerDialog in der Stadthalle Hofheim

Bürger wünschen sich mehr Raum für Begegnung

Unter dem Motto „Wir in Hofheim: Miteinander Vielfalt gestalten“ hat die Stadt Hofheim am 18. Juni zu einem BürgerDialog in die Stadthalle eingeladen.

Per Zufallsgenerator waren 1.000 Bürgerinnen und Bürger ausgewählt und von Bürgermeisterin Gisela Stang eingeladen worden. Diese Methode wurde zum ersten Mal eingesetzt, um einen vielfältigen Querschnitt durch die Hofheimer Bevölkerung und Menschen zu erreichen, die sich sonst wahrscheinlich nicht begegnen würden.

54 Personen aus fast allen Stadtteilen folgten der Einladung. Sie diskutierten nach der Begrüßung durch Bürgermeisterin Stang, Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler und Wiebke Schindel vom Sozialministerium intensiv miteinander, wie es gelingen kann, mehr Mit- statt Nebeneinander in der Hofheimer Stadtgesellschaft zu schaffen, und wie ein besserer Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Stadtverwaltung, Institutionen und Politik gestaltet werden könnte. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Herbert Schubert vom Büro Sozial-Raum-Management in Hannover und Susanne Schindler aus dem Team Asyl und Integration der Stadt Hofheim.

Die beiden Bürgervorschläge, für die am Ende die meisten Teilnehmenden gestimmt haben, lauteten: „Räume für Begegnungen und Aktivitäten“ sowie „Für mehr Gemeinschaft in den Stadtteilen“.

Die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich einen leichten Zugang zu Räumlichkeiten, in denen Begegnung stattfinden kann sowie städtische Feste, die nicht nur dem Konsumieren dienen, sondern wo tatsächlich Begegnung stattfinden kann. Denn für neu Zugezogene sei es nicht einfach neue Leute kennenzulernen, findet die Arbeitsgruppe – egal welcher Nationalität man angehöre.

Statt eine Bühne aufzubauen und Bands zu engagieren könnten musikalische Feste, bei denen jeder mitsingen und –spielen kann, organisiert werden. Weitere Ideen waren Literaturfeste, kulinarische Picknicks oder Gesellschaftsspielfeste, um andere Menschen und Kulturen kennenzulernen. Und genau dafür brauche es auch Räume. Wichtig sei es, die Veranstaltungen nicht nur in der Kernstadt anzubieten, sondern die Stadtteile mitzunehmen. Denn auch viele Hofheimer würden ihre Stadtteile gar nicht so richtig kennen.

Damit schließt sich der Kreis zum ersten Beteiligungsverfahren am 13. Mai 2019. Denn hier wurde in eine ähnliche Richtung diskutiert. So wünschten sich die Teilnehmenden ein stadtteilübergreifendes Fest mit Bustransfer – angelehnt an die „Nacht der Museen“ in Frankfurt. Nur würde es nicht um das Besichtigen von Museen gehen, sondern um das Kennenlernen von Vereinen, Institutionen und interessanten Stationen in den Stadtteilen.

Beide Veranstaltungen sind Teil des Projekts „Erarbeitung einer Vielfalt- und Integrationsstrategie“, welches durch das Hessische Ministerium für Soziales und Integration bis Ende 2019 gefördert wird.

Als nächste Projektbausteine sind Passantenbefragungen in den Stadtteilen geplant, um möglichst viele Meinungen und Perspektiven zum Thema Vielfalt in Hofheim einzufangen. Im Herbst wird daraus ein Strategiepapier erarbeitet, welches der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden wird. Auf der praktischen Ebene sollen die in diesem Jahr gesammelten Themen in kleinen Arbeitsgruppen fortgeführt werden, welche aus Vertretern der Stadt, Politik, Institutionen und Bürgern bestehen.

Jeder ist herzlich eingeladen mitzumachen, auch wenn er nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte. Gerade für die Passantenbefragungen in den Stadteilen nimmt das Team Asyl und Integration gerne Anregungen auf. Informationen gibt es bei Tanja Wagner, Email: twagner@hofheim.de, Telefon (06192)202-297 und Susanne Schindler, Email: sschindler@hofheim.de; Telefon (06192)202-432.